Gemeinderatssitzung vom 17.03.2021; Pressebericht

Meldung vom 19.03.2021


Steinbach/Wald — Im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung standen die Kindergärten im Gemeindegebiet.
Bürgermeister Thomas Löffler informierte detailliert über den Sachstand der Bauvorhaben mit einer Gesamtinvestition von rund vier Millionen Euro.
Für den Umbau und die Erweiterung der drei Kindergärten St. Elisabeth Buchbach, St. Nikolaus Windheim und St. Franziskus Steinbach am Wald liegt demnach die Zustimmung der Regierung von Oberfranken vor. Entsprechend werden aktuell die Ausschreibungen vorbereitet.Der Baubeginn soll bei allen drei Einrichtungen in wenigen Wochen erfolgen. Mit der Durchführung wurden für Steinbach das Architekturbüro Schöttner aus Wallenfels sowie für Buchbach und Windheim das Architekturbüro Müller aus Kronach beauftragt. Die Fertigstellung der Maßnahmen wird im Laufe des kommenden Jahres erfolgen.
Die Ausweichquartiere
„Notwendige Vermessungen und Grundstückskäufe wurden bereits durchgeführt. Die Baugenehmigung für Steinbach liegt in wenigen Tagen vor“, erklärte Bürgermeister Thomas Löffler (CSU). Für alle drei Einrichtungen müssen zudem entsprechende Ausweichquartiere während der Bauzeit bereitgestellt werden. In Buchbach wurde das Ausweichquartier im ehemaligen Kindergarten bereits bezogen. In Windheim hat man sich darauf verständigt, die Räumlichkeiten der Mittelschule mitzunutzen. In Steinbach wurde das ehemalige Pfarrhaus ebenfalls schon bezogen. Hier werden aber noch weitere Ausweichquartiere benötigt, entsprechende Alternativen sollen in der nächsten Gemeinderatssitzung bekanntgegeben werden.
Die Baukosten für die drei Einrichtungen belaufen sich gemäß Kostenschätzungen der Architekten in Steinbach auf 2 005 000 Euro, in Windheim auf 900 000 Euro und in Buchbach auf 1 025 000 Euro. Die Gesamtkosten von 3 930 000 Euro werden auf die Haushaltsjahre 2021 und 2022 aufgeteilt. Für alle drei Maßnahmen werden Mittel aus dem Finanzausgleich in Höhe von 1 043 000 Euro gewährt. Hinzu kommt aus einem Sonderinvestitionsprogramm eine Zuwendung von 559 000 Euro, insgesamt also 1 602 000 Euro.
Lob für die Mitarbeiter
Da das Erzbistum Bamberg die Maßnahmen zudem voraussichtlich mit 140 000 Euro bezuschusst, ergibt sich eine Förderquote von insgesamt etwa 45 Prozent der Gesamtkosten sowie ein Eigenanteil der Gemeinde von 2 188 000 Euro. „Was die Ausschreibungen tatsächlich ergeben, wird sich zeigen. Die Kosten sind die große Unbekannte bei der Maßnahme“, prognostizierte der Bürgermeister.
Nach Abschluss der Maßnahmen seien alle Kindergärten der Gemeinde auf dem neuesten Stand mit modernen, großzügigen Räumlichkeiten zur kindgerechten Betreuung. Ein großes Lob zollte Löffler dem Personal, das schon seit Jahren in beengten Räumen hervorragende Arbeit leiste.
Manfred Fehn (CSU) dankte namens der Kirchenverwaltungen für den hohen Arbeitsaufwand der Verwaltung bei der parallelen Abwicklung gleich dreier solcher Maßnahmen. Frank Hirschböck und Tamaz Chinchaladze (beide BLS) sprachen mögliche Energieanlagen auf öffentlichen Gebäude an, konkret für den Steinbacher Kindergarten. Laut dem Bürgermeister werden alle drei Kindergärten mit Pellets-Heizung ausgestattet. Eine Photovoltaikanlage habe das Architekturbüro als nicht sinnvoll erachtet. Zum einen würden so die Kosten steigen, zum anderen handele es sich bei den Dachflächen um kleinteilige Flächen, was zu einem schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnis führe.
Gegen Verzögerung
„Das haben Fachleute geprüft. Darauf sollten wir uns verlassen“, appellierte Zweite Bürgermeisterin Monika Barnickel (CSU). Vier Millionen Euro bis 2022 zu verbauen, sei ein sportliches Unterfangen. Bei den Kindergärten dürfe man sich keine Zeitverzögerung leisten. Man habe beim Freizeit- und Tourismuszentrum erlebt, wie lange sich so etwas hinziehen könne. Für die drei Bauanträge gab es einstimmig grünes Licht. Die Notarverträge für den Erwerb der Bestandsgebäude und Grundstücksflächen durch die Gemeinde zum symbolischen Preis von jeweils einem Euro werden zeitnah unterzeichnet. Zudem werden die Betriebsträger-Vereinbarungen mit den Katholischen Kirchenstiftungen, die auch zukünftig als Träger fungieren, vorbereitet.

Weitere Themen aus dem Gemeinderat
Mobilfunk Vertagt auf die nächste Sitzung wurde der Bauantrag „Errichtung einer Mobilfunkstation mit einem 40-Meter-Mast für das Vodafone-Mobilfunknetz“ in der Nähe Sonnenleite in Windheim. Vodafone hatte bereits als Übergang einen mobilen 30 Meter hohen Sendemast in Windheim errichtet, wobei aktuell 4G-Technik zum Tragen kommt. Der neue Antennenmast soll als Schleuderbetonmast mit einer Höhe von 40 Metern hergestellt werden und mit 5G-Technik funken. Die emissionsrechtliche Stellungnahme – also die Überprüfung der Strahlenwerte – obliegt dem Landratsamt. Dennoch waren Bedenken aus der Bevölkerung hinsichtlich der nicht unumstrittenen 5G-Technik laut geworden. Aus diesem Grund können am 24. März um 18.30 Uhr Bürger bei einer Online-Veranstaltung Fragen an Vodafone richten.
Ökostrom Die Gemeinde beteiligt sich auch für die Jahre 2023 bis 2025 an der Bündelausschreibung für bayerische Kommunen für die Lieferung elektrischer Energie. Beschafft werden sollen 100 Prozent Ökostrom ohne Neuanlagenquote. Alle Abnahmestellen sollen in einem Standard-Los ausgeschrieben werden.
Naturschutz Ebenfalls grünes Licht gab es für die Beteiligung am Projekt „Bärwurzwiesen und -weiden im Naturpark Frankenwald“. Das Projekt der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken und des Bundes Naturschutz verfolgt das Ziel, Maßnahmen zum Erhalt und zur Vernetzung von Bärwurzwiesen und Borstengrasrasen zu initiieren und direkt umzusetzen.
Corona Angelaufen ist die Corona-Schnellteststrecke in Kehlbach. Testen lassen dürften sich nur Personen ohne Symptome.
Bienenwiese Anke Weiß (CSU) erinnerte an ihr Anliegen, die Wiese beim Grundstück an der Kronacher Straße als Bienenwiese anzulegen. Dem wird man nachkommen, sobald es die Witterung zulässt. hs

aus "Fränkischer Tag" vom 19.03.2021

Kategorien: Aktuelles

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