„Fleißige“ Attraktion im Erholungspark

Meldung vom 05.01.2021


(Foto: Heike Schülein) Stiftungsvorstandsmitglied Bernd Adolph (von links) sowie die Bürgermeister René Bredow und Thomas Löffler freuen sich über die Bereicherung des Kur- und Erholungsparks.

Steinbach a. Wald — Der Kur- und Erholungspark des Freizeit- und Tourismuszentrums in Steinbach am Wald ist um eine Attraktion reicher. Seit geraumer Zeit ziert den Eingangsbereich ein originaler Hunt, der jahrzehntelang im Schieferabbau in Lehesten im Einsatz war.

600 Kilogramm Leergewicht, ein Fassungsvermögen von bis zu zwei Tonnen, unverwüstlich – stolz prangt der mächtige Schiefer-Hunt, beladen mit einem Stapel Schieferplatten, im Eingangsbereich des Kur- und Erholungsparks. Rund 40 Jahre leistete er treue Dienste im Schieferbruch der Berg- und Schieferstadt Lehesten. Nun dürfen die Besucher des Freizeit- und Tourismuszentrums (FTZ) den tüchtigen „Gefährten“ bestaunen, der sie an exponierter Stelle – gleich nach dem Eingangstor auf der linken Seite – willkommen heißt.

Zur Verfügung gestellt wurde die Dauerleihgabe von der Stiftung Thür. Schieferpark Lehesten – Technisches Denkmal – „Historischer Schieferbergbau Lehesten“. Bei einem kleinen Festakt wurde das bedeutende Exponat von den Bürgermeistern Thomas Löffler aus Steinbach und René Bredow aus Lehesten sowie dem Stiftungsvorstandsmitglied Bernd Adolph offiziell seiner neuen „Bestimmung“ übergeben.

Im September 2019 wurde das FTZ Steinbach am Wald nach aufwendiger Generalsanierung eröffnet. Abgerundet wird das Ensemble mit seinem breiten Angebot an Freizeit-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten durch den im Außenbereich rundherum angelegten Kur- und Erholungspark. Auf dem Rundweg widmen sich Infopunkte für die Region charakteristischen Themenfeldern, wobei natürlich auch der Schieferbergbau nicht fehlen darf. Entsprechend dankbar zeigte sich Bürgermeister Thomas Löffler für die Überlassung des wertvollen Erinnerungsstücks.

Zeichen der Verbundenheit
Die Gemeinschaftsaktion sei, so Löffler, zugleich ein Beleg für die große Verbundenheit seiner Gemeinde zur nur fünf Kilometer Luftlinie entfernten thüringischen Nachbarstadt. Diese äußere sich sowohl im zwischenmenschlichen Bereich der einander sehr nahestehenden Menschen als auch bei der engen Zusammenarbeit im Tourismusbereich. Der Einsatz der Stadt Lehesten um den Erhalt des historischen Erbes sei von immenser Bedeutung für den Tourismus in der gesamten Rennsteigregion.

Bürgermeister René Bredow sowie Stiftungsvorstandsmitglied Bernd Adolph gaben einen kurzen Einblick in die ehrwürdige und jahrhundertealte Tradition des Schieferbergbaus ihrer Heimatstadt. Seit 1993 präsentiert das Technische Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ den historisch authentischen Werdegang des Dach- und Wandschiefers – von der Gewinnung und Förderung bis zur Verarbeitung des besonderen Gesteins. Seit 1975 wurde der Lehestener Schiefer ausschließlich unter Tage gewonnen und der Betrieb im offenen Bruch aufgegeben.

Nach der Beendigung des Schieferabbaus 1999 wurde als touristische Attraktion der rund 105 Hektar umfassende „Schieferpark Lehesten“ geschaffen. Zugleich ist Lehesten, das historische Zentrum des Thüringer Dachschieferbergbaus, auch bekannt für die älteste Dachdeckermeisterschule Deutschlands, die heute noch die Dachdecker-Schieferkunst lehrt.

„Ich freue mich außerordentlich über dieses tolle Ausstellungsstück, das eine solch lange Geschichte zu erzählen hat“, zeigte sich Löffler sehr stolz. Beide Bürgermeister betonten, die Zusammenarbeit weiter forcieren zu wollen. Besonders wichtig sei ihnen dabei auch der Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. hs

 

Aus „Fränkischer Tag“ vom 04.01.2021

Kategorien: Aktuelles

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