Vollsperrung in den Sommerferien der Staatsstraße 2209 am Rennsteig

Meldung vom 04.07.2019

Vollsperrung in den Sommerferien
 
Ab Montag, 29. Juli, geht auf der Staatsstraße zwischen Tettau und der Abzweigung zum Ölschnitzsee nichts mehr - wegen Sanierung. Der Verkehr wird umgeleitet.
 
Peter Fiedler

Tettau - Gute Nachrichten gibt es in Bezug auf die Sanierung der Staatsstraße 2209 am Rennsteig. Darüber informierte Andre Karl vom Staatlichen Bauamt auf Einladung der Bürgermeister Peter Ebertsch (Tettau) und Thomas Löffler (Steinbach am Wald) am Mittwoch bei einem Pressegespräch mit Vertretern der heimischen Firmen in Tettau.

Andre Karl führte aus, dass die Baumaßnahme nicht, wie ursprünglich geplant, in zwei Abschnitten, sondern in einem Abschnitt durchgeführt werde. Die bauausführende Firma habe dies angeregt. Damit wird die rund zwei Millionen Euro teure Sanierung der sieben Kilometer langen Strecke zwischen der Abzweigung zum Ölschnitzsee bei Steinbach am Wald und der Abzweigung bei Heinz Glas in Kleintettau in sechs statt in zehn Wochen realisiert. Da die Firma sehr leistungsstark sei, sei der Zeitplan zwar sportlich, aber umsetzbar. Die Zusammenlegung sei unter anderem auch deswegen vorgeschlagen worden, weil dadurch Nebenarbeiten wie beispielsweise der Austausch der Granitbordsteine, der durch die stärkere bituminöse Schicht im Unterbau notwendig ist, besser zu leisten sind. Die Firma könne sich nun ganz auf den einen Abschnitt konzentrieren.

Andre Karl machte auch deutlich, dass eine sechswöchige Vollsperrung aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen unumgänglich sei. Auch der parallel zur Straße verlaufende Radweg werde für Fahrzeuge aller Art gesperrt, um die Arbeiten unkomplizierter und sicherer zu machen.

Christian Söllner von Söllner Logistics und Andreas Roseneck von Wiegand Glas wiesen darauf hin, dass die heimischen Unternehmer für den Lieferverkehr auf einfacher Strecke eine rund 30 Minuten längere Fahrzeit haben. Die Umleitungen erfolgen, von Norden kommend, über Gräfenthal und aus Richtung Süden über Rothenkirchen und Langenau. Deswegen sollte sichergestellt sein, dass es zu keinen weiteren Verkehrsbehinderungen durch Baumaßnahmen in den betroffenen Gemeinden, vor allem in Thüringen komme.

Nach der Verkehrszählung 2015 nutzen täglich 2287 Fahrzeuge die Strecke am Rennsteig, davon 259 Lastwagen. Bernd Hörauf von der Firma Gerresheimer schätzt, dass die Zahl der Lastwagen mittlerweile doppelt so hoch ist, was auf Betriebserweiterungen zurückzuführen sei. Auch Andre Karl meinte, dass die Zahlen höher seien. Sicherheit werde erst die nächste Verkehrszählung 2020 bringen. Der Straßenausbau sei aber für den stärkeren Verkehr ausgelegt. Zudem erklärte er, dass er in ständigem Kontakt mit der Verkehrsbehörde im Landratsamt stehe. Diese habe grünes Licht gegeben. Auch weitere Anregungen der Firmen nehme er gerne auf; diese seien aber vom Landratsamt zu genehmigen.

Ursprünglich war der 1. Juli als Baubeginn vorgesehen, dann wurde der Termin auf den 8. Juli verlegt. Andre Karl begründete dies unter anderem damit, dass der Landkreis die Kreisstraßen KC 19 in Buchbach und KC 1 in Ebersdorf erneuern wollte. Beide Straßen sollen in dieser Woche fertiggestellt werden. Wegen der Zusammenlegung der Baumaßnahme erfolge der Baubeginn nun am 29. Juli. Dies falle mit den Sommerferien in Bayern zusammen. Somit werde die Schülerbeförderung nicht beeinträchtigt.

"Wir sind dem Freistaat dankbar, dass die Straße gebaut wird. Sie wird wöchentlich schlechter", betonten Peter Ebertsch und Thomas Löffler.

aus "Neue Presse" vom 04.07.2019



Rennsteig wird gesperrt

Das Straßenbauamt nutzt die Sommerferien für die Sanierung der Strecke zwischen Steinbach am Wald und Tettau.

Veronika Schadeck

Tettau/Steinbach — Rund zwei Millionen Euro investiert der Freistaat Bayern in die Sanierung der Staatsstraße 2209 am Rennsteig zwischen Steinbach am Wald und Tettau. Pünktlich zum Ferienbeginn, nämlich am 29. Juli soll die Baumaßnahme starten. Diese erfolgt unter Vollsperrung.
Entgegen den ursprünglichen Planungen, nämlich das Projekt in zwei Bauphasen durchzuführen, wird es jetzt nur eine geben. Das bedeutet, dass die gesamte Strecke zwischen der Einmündung KC 18/Freizeitsee bis nach Kleintettau/Ausfahrt Heinz Glas gebaut wird. Das teilte der Projektleiter André Karl vom Staatlichen Bauamt mit.

Nur sechs statt neun Wochen
Den gesamten Bauabschnitt in einem Zuge durchzuführen, sei von Vorteil. Denn dadurch werde die ursprüngliche Bauzeit von neun Wochen auf etwa sechs verkürzt, erklärte Karl. Pünktlich zum Schulbeginn 2019/2020 soll die Staatsstraße 2209 am Rennsteig wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen sei eine Vollsperrung unumgänglich, betonte er. Wie er erklärte, müssen Straßen mindestens eine Breite von 8,50 Metern aufweisen, um während der Sanierungsarbeiten den Verkehr mit Ampelregelungen durchführen zu können. Die Staatsstraße misst derzeit sieben Meter.
In Zusammenarbeit mit dem Landkreis sollen zudem die Einmündungsbereiche an der KC 18 (Windheim), KC 19 (Kehlbach) und KC 1 (Richtung Schildwiese) mit saniert werden. Es sollen zudem rund 45 Feldwegezufahrten der neuen Straßendecke angepasst werden.
Wie er weiter erklärte, werden auf der Staatsstraße 2209 im Sanierungsbereich der über sieben Kilometer langen Strecke fünf Zentimeter Asphaltschicht abgefräst. Es wird eine neue sechs Zentimeter dicke Asphalt- und zusätzlich eine vier Zentimeter dicke Deckschicht angebracht. Die starke Asphaltschicht sei aufgrund des Verkehrsaufkommens erforderlich, erklärte er.
Seinen Ausführungen zufolge wird die Staatsstraße 2209 am Rennsteig täglich von 2287 Fahrzeugen, darunter 259 Schwerlastfahrzeuge (Stand 2015) frequentiert. Mittlerweile dürfte aber aufgrund der wachsenden Industrie am Rennsteig vor allem der Schwerlastverkehr enorm zugenommen haben. Der Geschäftsführer von Gerresheimer Tettau, Bernd Hörauf, schätzt die Zahl auf rund 500.

Die Umleitungen
Der Verkehr wird während der Bauphase entsprechend umgeleitet. So werden Fahrzeuge aus Richtung Norden von Probstzella über Gräfenthal zur Kalten Küche nach Tettau geleitet. Von Süden aus erfolgt die Umleitung über Rothenkirchen, Buchbach, Langenau nach Tettau. Auch die Zufahrt zum Freizeitsee und der neben der Staatsstraße angelegte Radweg werden während der Bauphase nicht befahrbar sein. Die Radfahrer müssen dann die Wege durch den Wald nutzen.
Einig waren sich die Anwesenden, darunter der Steinbacher Bürgermeister Thomas Löffler und sein Tettauer Kollege Peter Ebertsch, dass diese Baumaßnahmen notwendig, aber auch mit Unannehmlichkeiten verbunden sind.

Schichtbusse starten früher
Ebertsch sprach von Schlaglöchern, es müsse hier dringend Abhilfe geschaffen werden. Die Vertreter der Glasindustrie sprechen von 30 Minuten längeren Anlieferungszeiten zu den Glashütten (einfache Strecke). Die Schichtbusse werden rund 20 Minuten eher starten müssen, um die Schichtarbeiter pünktlich zum Schichtwechsel an ihren Arbeitsplatz zu bringen. Wie Karl weiter erläuterte, werden die Rettungsdienste entsprechend informiert.
Matthias Söllner regte an, im Bereich des Kleintettauer Friedhofs die Bordsteine zu beseitigen. Bürgermeister Ebertsch und Löffler wiesen darauf hin, dass die Sanierung der Staatsstraße am Rennsteig notwendig sei. Sie baten die Bevölkerung, die Firmen und die Pendler um Verständnis, dass es zu Beeinträchtigungen kommen wird.
Dankbar ist man dem Staatlichen Bauamt und der bauausführenden Firma, dass sie die ursprüngliche Bauzeit nun von neun auf sechs Wochen verkürzen. Da in diesen Wochen Sommerferien sind, werde zumindest der Schulbusverkehr nicht beeinträchtigt.

aus "Fränkischer Tag" vom 04.07.2019

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