Steinbacher Wehr nimmt neues HLF 20 in Betrieb

Meldung vom 27.08.2020

Steinbach am Wald- Stolz und blitzeplank poliert präsentiert sich der knallrote Flitzer, der seit Kurzem den Fuhrpark der Steinbacher Wehr ergänzt. Im Corona-bedingt nur kleinem Rahmen wurde das HLF 20 bei einem kurzen Festakt in Betrieb genommen. „Das neue Fahrzeug ist spezifisch auf die Bedürfnisse unserer Wehr sowie die Gegebenheiten und Anforderungen in der Gemeinde Steinbach zugeschnitten“, erklärte der 1. Kommandant der Steinbacher Wehr, Markus Schulz. Das Fahrzeug wurde durch die Josef Lentner GmbH in Hohenlinden auf ein MAN-Fahrgestell aufgebaut. Die Beladung erfolgte durch die Fa. Ludwig Feuerschutz GmbH in Bindlach. In Hohenlinden war das HLF 20 auch am 4. August von Markus Schulz und seinen beiden Stellvertretern Matthias Werth und Matthias Vetter abgeholt worden. Bereits beim Einsatz beim Großbrand am Wildberg in Tettau hatte es wertvolle Dienste geleistet.

„Mit dem Fahrzeug haben wir einen schlagkräftigen und für die Zukunft gerüsteten Erstangreifer für alle Einsatzlagen“, zeigte sich Markus Schulz sicher. Zur umfangreichen Beladung gehören unter anderem ein Sprungrettungsgerät, ein akkubetriebener hydraulischer Rettungssatz, tragbare Leiter und umfangreiches Material zur Brandbekämpfung. An Löschmittel werden 2.000 l Wasser und 150 l Schaummittel mitgeführt. Das Schaummittel kann dank Lentner „ArchimeDOS“ Schaumzumischung direkt an der Heckpumpe zugemischt werden. Das bisherige „Arbeitstier“ der Wehr, das LF 16, tritt damit in die zweite Reihe zurück und wird bis auf weiteres als Florian Steinbach am Wald 40/2 weiterhin bei Bedarf und als Rückfallebene mit in den Einsatz gehen. Größten Respekt zollte der Kommandant sowohl der Zuliefer- als auch der Aufbaufirma für ihre - trotz der aktuellen Situation - schnelle und sehr gute Arbeit. Sein großer Dank galt der Gemeinde für die „superharmonische“ Zusammenarbeit; stoße man doch beim Bürgermeister und seinem Gemeinderat stets auf positives Gehör. „Das A und O einer Wehr ist das Personal“, stellte er heraus. Nur mit einer gut ausgebildeten und motivierten Mannschaft könne man in eine gute Zukunft gehen und langfristige Weichen stellen.

„Eine moderne Ausrüstung ist wichtig für die Sicherheit, Schlagkraft, Motivation und die Handlungsfähigkeit einer jeden Feuerwehr“, zeigte sich Bürgermeister Thomas Löffler sicher, der in seiner Ansprache kurz auf die Hintergründe für die Beschaffung einging. Die Beschlussfassung durch den Gemeinderat für die Neuanschaffung erfolgte bereits im März 2017; die Auftragsvergaben schließlich im März 2019. Auf die Anschaffungskosten in Höhe von 443.000 Euro erhält man einen Staatszuschuss von 125.000 Euro; die Restsumme trägt die Gemeinde. Größten Respekt zollte er der Wehr für die sehr gute Wartung und Pflege des bestehenden LF 16, wodurch das Fahrzeug, Baujahr 1989, über 30 Jahre lang treue Dienste leisten konnte. Er hoffte, dass das neue HLF 20 über einen ebenso langen Zeitraum im Dienst stehen möge. Insgesamt investierte die Gemeinde in den Jahren 2019 und 2020 - mit dem Rüstwagen, dem HLF 20 und den neuen Schutzanzügen - rund eine Million Euro in die Feuerwehren im Gemeindegebiet. Dies waren die größten Investitionen in die Feuerwehren seit dem Bau des Feuerwehrhauses im Jahr 2005.

Abschließend galt sein Dank - auch im Namen seiner beiden ebenfalls anwesenden Stellvertreter Monika Barnickel und Klaus Neubauer sowie des gesamten Gemeinderats - allen aktiven Feuerwehrdienstleistenden, die rund um die Uhr für eine maximale Sicherheit Bevölkerung bereit ständen. Viel Zeit investierten diese insbesondere auch in die Ausbildung und Pflege der Fahrzeuge. Leider sei aktuell eine Festlichkeit im größeren Rahmen, wie es sich für ein solches Ereignis gebühre, Corona-bedingt nicht möglich. Eine Einweihung soll voraussichtlich im kommenden Jahr im Rahmen eines „Tags der offenen Tür“ erfolgen. hs

von Heike Schülein


Bild: Am Donnerstag wurde das neue HLF 20 offiziell in den Dienst gestellt. Die Freude darüber von (von links) 3. Bürgermeister Klaus Neubauer, 2. Bürgermeisterin Monika Barnickel, Bürgermeister Thomas Löffler, 1. Kommandant Markus Schulz und seiner Stellvertreter Matthias Vetter und Matthias Werth ist groß.     

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