Startschuss für mehr Mobilität

Meldung vom 03.08.2020

Startschuss für mehr Mobilität

VON VERONIKA SCHADECK

Kronach — Im Bereich des Nahverkehrs hat im Landkreis Kronach eine neue Ära begonnen. Am Samstag fiel der Startschuss für das neue Mobilitätskonzept. Günstiger, flexibler und funktioneller sollen nun die Bürger und Touristen innerhalb der Region schneller an ihr Ziel gebracht werden. Fünf Wochen lang fahren alle Passagiere für 27 Stunden in Bus und Bahn kostenlos (von Mitternacht bis 3 Uhr des Folgetags). Die entsprechenden Tickets gibt es in der neuen Mobilitätszentrale am Kronacher Bahnhof.
„Das Gesicht des Landkreises wird sich verändern“, so Landrat Klaus Löffler. Er sprach von einer Schwelle, an der Konzepte umgesetzt und Weichenstellungen sichtbar gemacht werden. Dazu zählt auch die Einführung des neuen Verkehrskonzepts. „Ziel ist es, den Nahverkehr zu stärken“, so der Landrat. Er bezeichnete das System als einzigartig, da der Schülerverkehr in den öffentlichen Nahverkehr integriert wurde. Dabei wurden Bus und Bahn miteinander verzahnt und auch Haltestellen in den Landkreisen Coburg und Hof mit integriert. „Alles in einer Hand, alles von einer Hand“, laute die Devise.
Rund 60 Millionen Euro stellt der Landkreis für das Mobilitätskonzept in den nächsten zehn Jahren zur Verfügung. Dieser Zeitraum deshalb, um den beteiligten Partnern und Unternehmen eine Planungssicherheit geben zu können. Wie bereits berichtet, haben die Firmen Omnibusverkehr Franken GmbH (OVF), die RBA Regionalbus Arnstadt GmbH und die Martin-RegionalbusGmbH die europaweite Ausschreibung für sich entscheiden können. Letztgenanntes Unternehmen hat wiederum Verträge mit Subunternehmen abgeschlossen. Investiert wurde eine siebenstellige Summe in einen neuen Fuhrpark. 21 Busse und 16 Kleinbusse werden nun im Einsatz sein. Weiterhin ist auch die Bahn mit eingebunden.
Landrat Löffler wies auch darauf hin, dass ab 24. August der Testbetrieb für den Schülerverkehr starten wird. Alle Umläufe werden abgefahren. Man wolle somit eventuelle Defizite vor Schulbeginn minimieren beziehungsweise ausräumen. Er forderte auch alle Beteiligten und die Fahrgäste auf, Verbesserungsvorschläge dem Landratsamt beziehungsweise der Mobilitätszentrale mitzuteilen. Das neue Mobilitätskonzept sei ein System, das wachsen müsse.
Sein Dank galt den am Mobilitätskonzept beteiligten Mitarbeitern und den Partnern. Überschwängliche Worte fand er für Gabriele Riedel und Barbara Meyer vom Regionalmanagement, die beide federführend für die Umsetzung zuständig waren. Sein Dank ging zudem an das Büro für Strategien im öffentlichen Nahverkehr, Nahverkehrs-Beratung Südwest, das bei der Realisierung des Verkehrskonzepts mit an Bord war.
Ein weiterer Dank galt den Schulen für die Kooperation sowie den 18 Kommunen im Landkreis, die grünes Licht für dieses Konzept gaben. Statt Gelder für ihre eigene Schülerbeförderungen entrichten die Kommunen nun ihre Beiträge an den Landkreis und tragen somit zur Finanzierung des Mobilitätskonzept bei. Dankesworte fand Löffler zudem für die Deutsche Bahn, die die Zustimmung gab, die Mobilitätszentrale im Bahnhof einzurichten.
Er bedankte sich außerdem beim Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner, der sich in München stark für die Förderung des Mobilitätskonzepts einsetzte. Und nicht zuletzt galt der Dank dem Ministerpräsidenten Markus Söder für die Unterstützung. Diesen bezeichnete Löffler als einen Verfechter für den ländlichen Raum.
Stephan Kroll von der Nahverkehrs-Beratung lobte: „Es ist eine Weltpremiere!“ Er sprach von einer besonderen Leistung und lobte den Mut, denn für die Umsetzung des Verkehrskonzepts habe es kein Drehbuch gegeben. Und für den Landrat steht fest: „Zusammen ist etwas Großes gelungen!“

aus "Fränkischer Tag" vom 03.08.2020

Kategorien: Aktuelles

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