In Kehlbach wird am Freitag, 8. November, das neue Dorfhaus offiziell eingeweiht

Meldung vom 08.11.2019

Ein Haus für alle Vereine
In Kehlbach wird am Freitag, 8. November, das neue Dorfhaus offiziell eingeweiht

Das Dorfhaus ist ein Haus für die Kehlbacher Vereine. Die Mitglieder bringen sich auch ein, wenn es um Pflege und Unterhaltung ihres neuen Treffpunkts geht.
Fotos: Veronika Schadeck


Wo einst Kinder unterrichtet wurden, ist nun ein Dorfhaus entstanden. Geschaffen wurde eine zentrale Anlaufstelle, die alle Dorfvereine nutzen können. „Es ist eine gute Sache, wenn eine Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro in ein 330 Einwohner zählendes Dorf investiert“, freut sich Werner Vetter.
Er wird zusammen mit seinem Team, dem Kehlbacher Faschingsclub (KFC), die Bewirtschaftung in den nächsten Tagen übernehmen. Denn mit der Einweihung, der CSU-Nominierungsversammlung der Großgemeinde Steinbach am Wald, der Bürgerversammlung und dem offiziellen Faschingsauftakt stehen in den kommenden zehn Tagen eine Reihe von Veranstaltungen an.
Geschaffen wurden nun Räumlichkeiten, in denen die Vereine – egal ob Feuerwehr, Musik-, Gesang- oder Sportverein – sich treffen und Versammlungen halten können. Weiterhin kann in dem Dorfhaus für Aufführungen und Veranstaltungen, wie beispielsweise für die Büttenabende geprobt werden.


An die Jugend wurde gedacht
Mit dem Dorfhaus wurden zudem auch Aufenthaltsräume für die Jugend geschaffen, in denen sie sich austauschen und kleinere Veranstaltungen durchführen können. Ab dem kommenden Jahr wird zudem die traditionelle Trachtenkirchweih mit Plantanz auf diesem Areal stattfinden.
Der Standort ist hervorragend, so Bürgermeister Thomas Löffler, konnten doch aufgrund der daneben liegenden Kulturhalle Synergien geschaffen werden. So wurden Ausschank, Küche und Sanitäranlagen so konzipiert, dass diese sowohl von der Kulturhalle aus als auch vom Dorfhaus genutzt werden können. Etwas ganz besonderes sind zudem die zwei restaurierten Bleiglasfenster aus dem Jahre 1964, die dem Dorfhaus eine ganz besondere Atmosphäre verleihen. „Uns ist es wichtig, dass wir unsere Dörfer bestmöglich für die Zukunft aufstellen und vor allem auch unseren Jugendlichen etwas bieten können“, freut sich Bürgermeister Löffler über dieses großartige Projekt.
Das in den Jahren 1963/64 erbaute Schulhaus ist somit Geschichte. Bis zum Jahr 2001/2002 wurde dort unterrichtet, zuletzt die erste und zweite Klasse der Volksschule Windheim. Eine der beiden früheren Lehrerwohnungen wurden bis vor knapp drei Jahren vermietet und stand zuletzt leer. Das Lehrerzimmer wurde bis zum Jahre 2015 als Amtszimmer von der Gemeinde genutzt. Zunächst wollte man das Gebäude sanieren, aber der Gedanke wurde wegen der hohen Kosten und den viel zu großen Räumlichkeiten durch den Steinbacher Gemeinderat verworfen. Ursprünglich lagen die Kostenberechnungen für das Dorfhaus, inklusive Umgestaltung der Außenanlagen bei knapp 900 000 Euro. Das Projekt wird mit bis zu 90 Prozent aus dem Programm „Förderoffensive Nordostbayern“ bezuschusst.


Die neu angelegten Außenanlagen werden im Frühjahr noch mit Bepflanzungen und Ruhebänken ergänzt, die Tanzlinde für die nächste Kirchweih ist bereits gepflanzt. Direkt an das Dorfhaus schließt sich zudem der vor wenigen Jahren neu angelegte Kinderspielplatz an.

Veronika Schadeck

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