Gemeinderatssitzung vom 05.11.2019; Tagesordnung mit Presseberichten

Meldung vom 07.11.2019

Am Dienstag, dem 5. November 2019, fand eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates mit nachfolgender Tagesordnung statt.

TAGESORDNUNG

BÜRGERFRAGESTUNDE

  1. Freizeit- und Tourismuszentrum
    Waldumbaupfad
  2. Freizeit- und Tourismuszentrum
    Vorstellung der weiteren Arbeiten am Kur- und Erholungspark
  3. Nutzungsänderung, Umbau und Sanierung der ehemaligen Schule in Hirschfeld
    Baudurchführungsbeschluss zur Schaffung von zwei Wohneinheiten im Dachgeschoss

PRESSEBERICHTE

Der Frankenwald in allen Facetten
In der Sitzung am Dienstagabend beschäftigte man sich mit der weiteren Gestaltung des Umfelds des Freizeit- und Tourismuszentrums in Steinbach am Wald, das Information und Erholung bietet. Der neue Waldumbaupfad soll ein weiteres Aushängeschild der Gemeinde werden.

Heike Schülein

Steinbach/Wald — Der Kur- und Erholungspark rund um das Freizeit- und Tourismuszentrum (FTZ) in Steinbach am Wald wird Stück für Stück vervollständigt. Nach seiner Fertigstellung soll dieser ebenso das Ensemble abrunden wie ein neuer Waldumbaupfad. Bei der Gemeinderatssitzung stellten Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) und Sachgebietsleiter Andreas Vetter die Planungen beziehungsweise nächste Arbeiten und Schritte vor.
Der Kur-und Erholungspark soll ein Kleinod der Erholung und der körperlichen wie geistigen Betätigung werden. Baulich ging der größte Teil bereits über die Bühne. So wurden beispielsweise der Rundweg sowie eine große Veranstaltungsfläche im unteren Bereich angelegt, die Flächen im Eingangsbereich befestigt, Pflanzungen vorgenommen sowie der Bushaltepunkt und der Zaun um das Schwimmbad errichtet.
Sehr gelungen sei, so der Bürgermeister, die nächtliche Beleuchtung, insbesondere des Schiefertors am Eingang sowie der Brunnen, symbolhaft für die Wasserscheide mit schwimmenden Fischen.
Die Restarbeiten werden nach und nach abgeschlossen. Entstehen werden ein Spielplatz mit einem Klettergarten sowie vor der Terrasse ein Kleinkindbereich. Im Rohbau befindet sich der Pavillon mit Toiletten, Umkleidekabinen und Verleihraum für Nordic-Walking-Stöcke und Schneeschuhe. Die Eisstockbahn wird Winter wie Sommer nutzbar sein. Einige Infopunkte wie „Köhlermeiler“ und „Sagen und Geschichten“ werden begehbar sein. Für den Infopunkt „Bergbau“ werden in Zusammenarbeit mit Stockheim und Lehesten ein Stollen nachgebaut und Hunte sowie Steinwagen aufgestellt.
„Der Frankenwald soll mit allen Facetten dargestellt werden“, zeigte sich Löffler allen unterstützenden Kommunen dankbar. Die Arbeiten sollen Ende Mai 2020 abgeschlossen, der Spielplatz Ostern 2020 nutzbar sein. Noch offen ist die freie Fläche im unteren Bereich. Denkbar seien beispielsweise Wohnmobil-Stellplätze oder ein Beachvolleyball-Feld.
Josef Herrmann (FW) störte sich an den abgesägten Baumpfählen, die man vielleicht lieber entfernen sollte. Diese erhalten, so Löffler, noch Überdachungen und sollten neugierig machen. Nicht anfreunden konnte sich Markus Löffler (CSU) mit der herausstechenden blauen Farbgebung des Beckens.
Thomas Löffler (Buchbach, CSU) fragte wegen einer Matsch-Ecke für Kinder. Aufgrund des fehlenden natürlichen Wasserflusses wäre dies eine sehr aufwendige und kostspielige Maßnahme. Die Anlage soll noch mehr Grün und weitere Anpflanzungen, darunter auch Bäume, erfahren.
Auch eine Tanzlinde geplant
Um das Thema Bäume geht es auch im neuen Waldumbaupfad. Das Projekt war vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit der Gemeinde und Joachim Drechsler entwickelt worden. Zwecks Weiterentwicklung des Kur- und Erholungsparks soll auf dem Grundstück (süd-)westlich der Rennsteighalle der Wald im Frankenwald in vergangenen Zeiten, heutzutage und in Zukunft dargestellt werden. Hierfür werden auch Bäume neu gepflanzt. Infotafeln beziehungsweise -punkte, eine an die Kirchweih-Tradition angelehnte Tanzlinde mit einer umpflasterten Fläche, Ruhemöglichkeiten und Entdeckungsangebote runden das Projekt ab. An die Kinder ist beispielsweise mit einem Baum-Telefon oder -Xylophon gedacht.
„Vor allem der Zukunftswald ist hochinteressant“, zeigte sich der Bürgermeister sicher, mit diesem Leuchtturmprojekt großes Interesse zu wecken. Der Waldumbaupfad wird mit 48 000 Euro aus den Mitteln der Initiative Zukunftswald Bayern (IZW) gefördert. Die Bayerische Forstverwaltung unterstützt mit konzeptionellen Tätigkeiten und berät bei der Ausgestaltung der Info-Tafeln. Die Gesamtkosten betragen 80 000 Euro.
Dritter Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD) wollte wissen, ob die Tanzlinde nutzbar für Tanzveranstaltungen sei. Dies ist nicht vorgesehen. Zudem erkundigte er sich nach weiteren Fördermöglichkeiten im Rahmen des FTZ. Es handelt sich hierbei fördertechnisch um verschiedene Projekte. Stefanie Neubauer (CSU) regte die Aufnahme der Käfer-Problematik auf die Info-Tafeln an. Der Beschluss für die Errichtung des Waldumbaupfads erfolgte einstimmig.
Zwei Wohnungen entstehen
Im Zuge des Umbaus und der Sanierung der ehemaligen Schule in Hirschfeld fasste das Gremium den Baudurchführungsbeschluss zum Ausbau des Dachgeschosses von zwei Wohneinheiten. Beim Förderantrag waren einige Veränderungen vorzunehmen. So wurde für eine erhöhte Lichtzufuhr die Anzahl der Dachfenster von zehn auf 20 erhöht – mit Mehrkosten von 20 000 Euro. Zudem werden beide Wohnungen über ein gemeinsames Treppenhaus erschlossen. Damit erhöht sich die Wohnfläche der rechten Wohnung auf 76 qm, während die linke 66 qm umfasst. Mehrkosten fallen hierdurch nicht an. Auf die mittels Aufzug barrierefrei zugänglichen Wohnungen erhält Steinbach eine bis zu 30-prozentige Förderung.
Der Bürgermeister berichtete von einer großen Resonanz heimischer Vereine der Rennsteighalle. Die Gemeinde will eine spezielle Software mit einem Hallenbelegungsprogramm anschaffen. Er verwies auf das Konzert am 28. März 2020 von Holger Mück mit seinen Egerländer Musikanten in der Rennsteighalle. Karten gibt es im Vorverkauf in der Gemeinde und bei der Firma Trinkwalter.
Stefanie Neubauer (CSU) erkundigte sich nach der Wiedererrichtung des im Zuge des Straßenbaus entfernten Wegekreuzes zwischen Windheim und Hirschfeld. Dies wird 2020 erfolgten. Weiter wollte sie wissen, warum Schulkinder im Kiga-Bus nicht mehr mitfahren dürften. Laut dem Bürgermeister handele es sich dabei um eine freiwillige Leistung für Kiga-Kinder. Die Entscheidung habe versicherungs- und steuerrechtliche, insbesondere aber platztechnische Gründe. Weiter prangerte Neubauer den von der Baufirma demolierten Waldweg hinter der Kapelle nach Förtschendorf an. Laut Vetter sei der Weg auf Steinbacher Gebiet mittlerweile in Ordnung; den Pressiger Abschnitt sei er nicht abgefahren. Man werde mit der Gemeinde Pressig eine Nachbegehung vereinbaren.

Dorfwettbewerb
Steinbach meldet Kehlbach für den Bezirksentscheid 2020 des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ an. Möglich wurde dies, da Kehlbach im Kreisentscheid siegte.
Dorfhaus
Sachgebietsleiter Andreas Vetter gab einen Überblick über aktuelle Baumaßnahmen. Die Einweihung des Dorfhauses Kehlbach wird am morgigen Freitag um 14 Uhr gefeiert. Ebenfalls bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen ist die Dorfscheune Windheim.
Wasserleitungen
Der Ausbau der Wasserleitungen in der Hasengase kann heuer nicht mehr ganz abgeschlossen werden. Nach der Winterpause geht es im Frühjahr weiter. Vorher kann man nicht mit dem Straßenbau loslegen. Start ist voraussichtlich Mitte 2020. Der Wasserleitungsbau in Buchbach dauert noch zwei Wochen.
Gemeindegasse
Die Maßnahme Gemeindegasse ist für heuer abgeschlossen; die Entwässerungs-Einrichtung bis Höhe Friedhof fertig. 2020 geht es mit dem Restbereich zur B 85 weiter. Für den Dorfteich wartet man auf den Mönch (Ablaufwerk) mit einer Lieferzeit von sechs Wochen.
Generationenpark
Die Baumaßnahmen für den Generationenpark Windheim haben begonnen und können heuer nahezu abgeschlossen werden. Das von Steinbach voll ausgeschöpfte Förderprogramm endet Ende 2019. Im Buchbach wird im Januar der alte Konsum abgebrochen. Man rechnet mit einer Dauer von zwei Wochen.
Friedhof
Sibylla Broy (CSU) fragte hinsichtlich des fehlenden Schneefängers am Leichenhaus in Hirschfeld und des fehlenden Wildzauns um den Friedhof nach. Beides ist schon lange beantragt, man wird nachhaken.
Baumfällung
Holger Scherbel (SPD) monierte den in der Buchbacher Straße in Kehlbach zu fällenden Baum. Bislang hatte der Holzfäller noch keine Zeit. hs

aus "Fränkischer Tag" vom 07.11.2019


Zwei neue Leuchtturm-Projekte

In Steinbach am Wald tut sich einiges. Vor allem rund um das Freizeit- und Tourismuszentrum. Dort entstehen ein Park und ein Waldumbaupfad.

Heike Schülein

Steinbach am Wald - Der Gemeinderat Steinbach am Wald hat sich am Dienstag mit dem Umfeld des Freizeit- und Tourismuszentrums beschäftigt. Neben dem Kur- und Erholungspark soll auch der neue Waldumbaupfad ein Aushängeschild der Gemeinde werden. Bei der Sitzung stellten Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) und Sachgebietsleiter Andreas Vetter die Pläne vor.

Baulich ging der größte Teil für den Park bereits über die Bühne. So wurden beispielsweise der Rundweg sowie eine große Veranstaltungsfläche im unteren Bereich angelegt, die Flächen am Eingang befestigt, Pflanzungen vorgenommen sowie der Bushaltepunkt und der Zaun um das Schwimmbad errichtet. Sehr gelungen sei die nächtliche Beleuchtung, insbesondere des Schiefertors am Eingang sowie der Brunnen, symbolhaft für die Wasserscheide mit Fischen, sagte der Bürgermeister.

Geplant sind noch ein Spielplatz mit Klettergarten sowie ein Kleinkindbereich. Im Rohbau befindet sich der Pavillon mit Toiletten, Umkleidekabinen und Verleih-Raum für Nordic-Walking-Stöcke und Schneeschuhe. Die Stockschießbahn wird Winter wie Sommer nutzbar sein. Einige Infopunkte - wie "Köhlermeiler" und "Sagen und Geschichten" - werden begehbar sein. Für den Infopunkt "Bergbau" werden in Zusammenarbeit mit Stockheim und Lehesten ein Stollen nachgebaut und Hunte sowie Steinwagen aufgestellt. "Der Frankenwald soll mit allen Facetten dargestellt werden", sagte Löffler. Die Arbeiten sollen Ende Mai abgeschlossen, der Spielplatz bis Ostern nutzbar sein. Noch offen ist die freie Fläche im unteren Bereich. Denkbar seien hier Wohnmobil-Stellplätze oder ein Beachvolleyball-Feld, sagte der Rathauschef.

Josef Herrmann (FW) störte sich an den abgesägten Baumpfählen. Diese erhalten noch Überdachungen und sollten neugierig machen, erklärte Löffler. Nicht anfreunden konnte sich Markus Löffler (CSU) mit der blauen Farbgebung des Beckens. Thomas Löffler (Buchbach, CSU) fragte wegen einer Matsch-Ecke für Kinder. Aufgrund des fehlenden natürlichen Wasserflusses wäre dies aufwendig und kostspielig.
Den neuen Waldumbaupfad hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit der Gemeinde und Joachim Drechsler entwickelt. Südwestlich der Rennsteighalle soll der Frankenwald in Vergangenheit, heute und in Zukunft dargestellt werden. Hierfür werden Bäume gepflanzt. Infotafeln, eine an die Kirchweihtradition angelehnte Tanzlinde mit einer umpflasterten Fläche, Ruhemöglichkeiten und Entdeckungsangebote runden das Projekt ab. An die Kinder ist beispielsweise mit Baum-Telefon oder -Xylophon gedacht. Das Projekt, das insgesamt 80 000 Euro kostet, wird mit 48 000 Euro von der Initiative Zukunftswald Bayern gefördert. Unterstützung kommt auch von der Bayerischen Forstverwaltung. Stefanie Neubauer (CSU) regte die Aufnahme der Käfer-Problematik auf die Info-Tafeln an. Der Beschluss für die Errichtung des Waldumbaupfads erfolgte einstimmig.

Im Zuge des Umbaus und der Sanierung der ehemaligen Schule in Hirschfeld fasste das Gremium den Durchführungsbeschluss zum Ausbau des Dachgeschosses. Beim Förderantrag waren einige Veränderungen vorzunehmen. So wurde die Anzahl der Dachfenster von zehn auf 20 erhöht - mit Mehrkosten von 20 000 Euro. Zudem werden beide Wohnungen über ein gemeinsames Treppenhaus erschlossen. Damit erhöht sich die Wohnfläche der rechten Wohnung auf 76 Quadratmeter, während die linke 66 Quadratmeter umfasst. Für die mittels Aufzug barrierefrei zugänglichen Wohnungen erhält Steinbach eine bis zu 30-prozentige Förderung. Man rechnet mit einer baldigen Förderzusage, sodass die Maßnahme zügig in Angriff genommen werden kann.
Sachgebietsleiter Andreas Vetter gab einen Überblick über Baumaßnahmen. Die Einweihung des Dorfhauses Kehlbach wird morgen, Freitag, um 14 Uhr gefeiert. Bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen ist die Dorfscheune Windheim. Der Ausbau der Wasserleitungen in der Hasengasse kann heuer nicht abgeschlossen werden. Nach der Winterpause geht es weiter. Vorher kann man nicht mit dem Straßenbau loslegen. Start ist voraussichtlich Mitte 2020. Der Wasserleitungs-Bau in Buchbach dauert noch zwei Wochen. Die Maßnahme Gemeindegasse ist für heuer abgeschlossen; die Entwässerungs-Einrichtung bis Höhe Friedhof ist fertig. 2020 geht es mit dem Restbereich zur B 85 weiter.

Die Baumaßnahmen für den Generationenpark Windheim können heuer nahezu abgeschlossen werden. In Buchbach wird im Januar der alte Konsum abgebrochen. Man rechnet mit einer Dauer von zwei Wochen.
Stefanie Neubauer (CSU) erkundigte sich nach der Wiedererrichtung des Wegekreuzes zwischen Windheim und Hirschfeld. Dies wird 2020 erfolgen. Weiter wollte sie wissen, warum Schulkinder nicht mehr im Kindergarten-Bus mitfahren dürften. Laut Bürgermeister gibt es dafür versicherungs- und steuerrechtliche, insbesondere aber platztechnische Gründe. Außerdem kritisierte Neubauer den von der Baufirma demolierten Waldweg hinter der Kapelle nach Förtschendorf. Laut Vetter ist der Weg auf Steinbacher Gebiet mittlerweile in Ordnung; den Pressiger Abschnitt sei er nicht abgefahren. Man wird mit der Gemeinde Pressig eine Nachbegehung vereinbaren.

Gemeinderat in Kürze
Steinbach meldet Kehlbach, den Sieger des Kreisentscheids, für den Bezirksentscheid des Dorfwettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" an.
Bürgermeister Thomas Löffler berichtete von einer großen Resonanz heimischer Vereine für die Nutzung der Rennsteighalle. Die Gemeinde will eine Software mit einem Hallenbelegungsprogramm anschaffen.
Sibylla Broy (CSU) fragte hinsichtlich des fehlenden Schneefängers am Leichenhaus in Hirschfeld und des fehlenden Wildzauns um den Friedhof nach. Beides ist schon lange beantragt; man wird nachhaken.
Holger Scherbel (SPD) monierte den in der Buchbacher Straße in Kehlbach zu fällenden Baum. Bislang hatte der Holzfäller noch keine Zeit.

aus "Neue Presse" vom 07.11.2019

Kategorien: Aktuelles