Einweihung KunstPark am Rennsteig

Meldung vom 12.09.2020

Pinocchio steht im Frankenwald
PROJEKT Vor der evangelischen Kirche in Steinbach entstand ein Kunstpark mit künstlerisch gestalteten Baumstümpfen.



Auch Pinocchio ist zu sehen. Foto: Heike Schülein

VON HEIKE SCHÜLEIN

Steinbach — Fabelwesen wie der freche Pinocchio, die kluge „Blaue Fee“ oder der bösartige „Holländer Michl“ treffen auf ein liebreizendes Zechmaala in schöner Tracht und eine fröhliche Touristin mit rotbrauner Haarpracht. Zum Nachdenken regen die Luftkette sowie die Grenzöffnungsskulpturen an, während eine Weinflasche und ein Pelletanzünder für den starken Wirtschaftsstandort Steinbach stehen.
Beim neuen „Kunst-Park am Rennsteig“ trifft eine spannende Vielfalt an Stilen und Techniken aufeinander, die sich jedoch keineswegs aussticht. Vielmehr ist es diese erfrischende Mischung, die zu einer großen Gesamtwirkung verschmilzt – wie das zahlreiche interessierte Publikum bei der offiziellen Eröffnung am Donnerstagnachmittag bestätigte.
„Die Kunst muss ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Region sein, regt sie doch die Kreativität der Menschen an. Die Kunst weckt Neugier, versetzt ins Staunen und eröffnet neue Erfahrungsräume“, zeigte sich Steinbachs Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) in seiner Begrüßung sicher. Kunst- und Kulturinteressierte, Vertreter aus Politik, Forstwirtschaft und Tourismus, Ehrenbürger wie Joachim Wiegand und Heinz Köhler, Altbürgermeister Gerhard Neubauer, Tettaus Bürgermeister Peter Ebertsch, Pfarrerin Claudia Grüning-Göll sowie Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz waren zum Festakt gekommen. In seinem Rückblick ging Löffler auf Hintergründe und Entstehung des sich so wunderbar in das Ensemble der evangelischen Christuskirche und des in Sichtweite befindlichen Freizeit- und Tourismuszentrums (FTZ) einfügenden Kunstprojekts ein.
„Die Planungen für den Zugang vom Rennsteig zum FTZ führten zeitweilig über das Gelände der Kirche und wurden mehrmals intensiv diskutiert“, blickte er zurück. Die Forstwirte empfahlen, die Stämme der teilweise mit Käfer befallenen Fichtenbäume auf einer gewissen Höhe abzusägen, um sie noch verwenden zu können. Dies ging Mitte 2019 vonstatten. Die Baumstämme wurden durch Auszubildende der Bayerischen Staatsforsten entrindet und später mit einem Schieferdächlein versehen.
Nachdem man mit der Planung nicht so richtig weitergekommen sei, habe er am 6. März eine E-Mail an Ingo Cesaro mit der Bitte um Unterstützung geschrieben. Dabei habe er daran gedacht, die Stämme im Zuge der HolzART künstlerisch zu gestalten.
Gemeinsam mit den Künstlern und dem Ausschuss für „Tourismus, Partnerschaft und Kultur“ legte man am 15. Mai die Motive grob fest, jedoch mit großen künstlerischen Freiheiten. Das Gesamtbudget für die Gestaltung der Holzskulpturen beläuft sich auf 20 000 Euro, die als Bestandteil des Kur- und Erholungsparks des FTZ über die Regierung von Oberfranken mit bis zu 65 Prozent gefördert werden.

Fotos und einen ausführlicheren Artikel finden Sie auf "steinbach.inFranken.de"

aus "Fränkischer Tag" vom 12.09.2020

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