EINWEIHUNG Das Freizeit- und Tourismuszentrum der Gemeinde Steinbach am Wald wurde nach der Generalsanierung am Mittwoch offiziell eröffnet

Meldung vom 26.09.2019

Schritt nach vorne für Steinbach
EINWEIHUNG Das Freizeit- und Tourismuszentrum der Gemeinde Steinbach am Wald wurde nach der Generalsanierung am Mittwoch offiziell eröffnet. Von dem Projekt erwartet man sich positive Effekte für die ganze Region.

von Veronika Schadeck

Steinbach am Wald — Die Generalsanierung und die Erweiterung des Freizeit- und Tourismuszentrum sei ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung der Gemeinde Steinbach am Wald. Das sagte Regierungsvizepräsident Thomas Engel am Mittwochnachmittag bei der offiziellen Einweihung in der Sporthalle mit Mehrzwecknutzung der Joachim-Wiegand-Sportstiftung.
Diese Veranstaltung nahm Bürgermeister Thomas Löffler nochmals zum Anlass, um auf die Einrichtungen wie Gastronomie, Generationenbad, Bowlingbahn, Physiotherapiepraxis, FrankenwaldZentrum etc. einzugehen (siehe FT vom vergangenen Freitag und Samstag).
Thomas Engel bezeichnete dies als ein „notwendiges Maßnahmepaket“. Er erinnerte in seiner Rede an die umfangreichen Besprechungen und Planungen. Das erste Gespräch wegen der Generalsanierung sei im Jahre 2009 mit dem damaligen Bürgermeister und Landrat Klaus Löffler gewesen. „Er ist der Impulsgeber“. Er erinnerte an den ehemaligen Landrat Werner Schnappauf, der einst eine „Halle am Rennsteig“ befürwortete, um die Region touristisch aufzuwerten.
Die Generalsanierung des Freizeit- und Tourismuszentrums entspreche den Förderrichtlinien der offiziellen touristischen Infrastruktur, erklärte er. Deshalb seien auch Förderungen in Höhe von drei Millionen Euro seitens der Regierung von Oberfranken in das Projekt geflossen. Es sind Mittel des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, erklärte Engel.
Landrat Klaus Löffler, der einst dieses Projekt initiierte, erinnerte an die „gemeinsame Vision“ seines Gremiums vor über zehn Jahren. Es sollte ein Projekt der Nachhaltigkeit entstehen. Sein Dank galt nicht nur den Fördergebern, seinen einstigen Mitarbeitern aus der Gemeindeverwaltung, sondern auch dem Altlandrat Oswald Marr, der von Anfang an ein offenes Ohr für die Generalsanierung hatte.


Eine Vielzahl von Ehrengästen waren dabei: Vorne von links Landrat Klaus Löffler, Bürgermeister Thomas Löffler, Zweite Bürgermeisterin Monika Barnickel, Regierungsvizepräsident Thomas Engel, Altlandrat Heinz Köhler und Altbürgermeister Gerhard Neubauer. Hintere Reihe Architekt Winfried Lebok ( Zweiter von links) und Dritter Bürgermeister Klaus Neubauer. (Foto: Veronika Schadeck)

Der Architekt Winfried Lebok erinnerte an die fünfjährige Bauphase, in der nicht immer alles nach Plan lief. Er hatte während dieser Zeit mit Klaus Löffler, Monika Barnickel und Thomas Löffler drei Bürgermeister als Ansprechpartner. Es ging immer um die Realisierung des gemeinsamen Zieles, nämlich das Haus als attraktive Freizeit- und Sportstätte auszubauen.
„Der heutige Tag ist bedeutsam für die gesamte Region“, so Bürgermeister Thomas Löffler am Anfang der Einweihungsfeier. Und: „Wir können alle stolz sein auf das Erreichte“.
Er wies darauf hin, dass viele Menschen zum Gelingen des vielschichtigen Projektes beigetragen haben. Dankbar war er auch gegenüber der Stadt Ludwigsstadt mit dem Schiefermuseum, den Flößern aus Wallenfels, den Bayerischen Staatsforsten sowie der heimischen Glasindustrie, die wertvolle Beiträge für das FrankenwaldZentrum und für die Außenanlage, die im Sommer 2020 fertiggestellt werden soll, zur Verwendung gegeben haben. Mit einem „Tag der offenen Tür“ soll dann der Abschluss der gesamten Maßnahme gefeiert werden. Der Bürgermeister berichtete weiter vom bereits im Dezember 2017 eröffneten integrierten „GenerationenBad“, das bis heute 25 000 Besucher nutzten.
Ein großer Dank galt auch dem Ehrenbürger Joachim Wiegand, dessen Stiftung die im Jahre 2014 eingeweihte Sporthalle an das Freizeitzentrum baute. Gemeinsam mit dem sanierten Freizeit- und Tourismuszentrum kann nun Gästen und einheimischer Bevölkerung ein breiter Komplex an Freizeit-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten angeboten werden. Der Bürgermeister ging auch auf die Finanzierung ein. Er erinnerte daran, dass man im Jahre 2014 von einem Betrag in Höhe von sechs Millionen Euro ausgegangen sei. Dazu kamen aber nun die Außenanlagen in Höhe von 800 000 Euro sowie der Ausstellungsbereich mit 200 000 Euro, welche ursprünglich nicht mit kalkuliert waren. Die Differenz von zwei Millionen Euro resultiere zum einen aus den deutlich gestiegenen Kosten in der Baubranche sowie aus sinnvollen Ergänzungen, die sich erst während der Bauphase ergeben haben. Außerdem kamen noch, wie bei Altbauten üblich, unerwartete Mehrkosten hinzu. Letztendlich sei nun ein Leuchtturmprojekt entstanden. Und, so brachte es die Zweite Bürgermeisterin Monika Barnickel auf den Punkt: „Es ist ein Projekt für die gesamte Region!“ Zwecks Finanzierung ergänzte Landrat Klaus Löffler, dass die Gemeinde das Projekt ohne Neuverschuldung habe stemmen können.
Die kirchliche Weihe nahmen Pfarrerin Claudia Grüning-Göll und Pastoralreferent Josef Grünbeck vor. Für die musikalische Umrahmung sorgten heimische Akteure sowie Gäste aus Erfurt unter der Leitung von Hans Löffler.

aus "Fränkischer Tag" vom 26.09.2019


Ein „Leuchtturmprojekt“ für die Region
Einweihung des Freizeit- und Tourismuszentrum Steinbach am Wald am Mittwoch, 25. September

Nach einer fünfjährigen Bauzeit wird am kommenden Mittwoch in Steinbach/Wald das generalsanierte Freizeit- und Tourismuszentrum eingeweiht. Es ist ein Leuchtturmprojekt, das die gesamte Rennsteig-Region aufwerten soll. Zudem soll es ein Ort der Entspannung, der Sportmöglichkeiten und der Kulinarik sein.
Ein Highlight ist das „Generationenbad“. Die großzügig verglaste Schwimmhalle mit heller Holzverkleidung strahlt eine Wohlfühl-Atmosphäre aus. Für die Kleinsten gibt es ein Kinderbecken mit Elefantenrutsche, eine wasserspritzender Robbe, einen Schiffchenkanal und einen großen Leuchtturm. Jugendliche und Erwachsene können die Massagedüsen genießen oder sich auf den Liegen beziehungsweise der Wärmebank entspannen. Beliebt sind auch das Sole-Dampfbad und die Frankenwald-Dampfkabine. Es finden zudem Schwimmkurse für Kinder und Warmbadetage am Freitag statt.
Einen Schwerpunkt der Generalsanierung bildete außerdem die Neugestaltung der Gastronomie. Diese unterteilt sich in ein gemütliches Bistro und ein Restaurant. Bowlingfreunde kommen im „Schieferstollen“ auf ihre Kosten. Und im Erdgeschoss ist eine Physiotherapie-Praxis angesiedelt.
Im Obergeschoss befindet sich das FrankenwaldZentrum. Mit allen Sinnen können Besucher Informationen über die Kostbarkeiten des Frankenwaldes erleben. Die Ausstellung zeigt die Rennsteig-Region. Die Reliefkarte zeigt die Lage und die geographischen Gegebenheiten. Man kann sich auch mitnehmen lassen auf eine Mountainbike-Tour rings um Steinbach und um den Freizeitsee Außerdem kann man die Glasherstellung miterleben.
Auch die Flößerei findet Beachtung. So können die Besucher Platz auf einen echten Floß nehmen, das vier Jahre Dienst auf der „Wilden Rodach“ im Rodachtal verrichtet hat. Wer all nach den tollen Eindrücken erst einmal innehalten will, dem sei der Aufstieg zur Leselounge empfohlen.
Der rundum angelegte Kur- und Erholungspark wird nach seiner Fertigstellung im Frühjahr 2020 das ganze Ensemble perfekt abrunden. Auf diesem Areal werden unter anderem ein Kinderspielplatz, ein Pavillon sowie ein Waldumbaulehrpfad angebracht.
Verbunden ist das Freizeit- und Tourismuszentrum mit der Rennsteighalle mit Mehrzwecknutzung, die vor einigen Jahren durch die Stiftung des Ehrenbürgers Joachim Wiegend, der Joachim Wiegand-Sportstiftung, errichtet wurde. Das gemeinsame Foyer ziert ein extra vom Ehrenbürger Joachim Wiegand beauftragtes Glaskunstwerk. Es ist ein strahlenförmiges und in alle Richtungen weisendes illuminiertes Werk, das die Verbindung zur heimischen Glasindustrie voll zur Geltung bringt.
Der Bürgermeister hofft nun, dass sich möglichst viele heimische Bürger und auch Gäste im neuen Freizeit- und Tourismuszentrum wohlfühlen.
Die Einweihung wird am Mittwoch in einem Festakt mit geladenen Gästen begangen, darunter auch der Regierungsvizepräsident Thomas Engel und der ehemalige Bürgermeister und jetzige Landrat Klaus Löffler. Im Frühjahr ist ein Tag der offenen Tür für die Allgemeinheit geplant.

aus "Fränkischer Tag" vom 21.09.2019


Leuchtturmprojekt für den Rennsteig
TOURISMUS Das Freizeit- und Tourismuszentrum in Steinbach am Wald wird am kommenden Mittwoch offiziell eröffnet. Es bietet vielfältige Sport- und Erholungsmöglichkeiten, informiert über Geschichte und Kultur der Region und setzt ihre Stärken in Szene.

von Veronika Schadeck

Steinbach am Wald — Nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit ist das Freizeit- und Tourismuszentrum bis auf einen Teil der Außenanlagen fast fertiggestellt. Am kommenden Mittwoch wird die Einrichtung offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Für Frühjahr 2020 ist ein „Tag der offenen Tür“ geplant.
Es ist schön geworden. Es ist zweifelsohne ein Leuchtturmprojekt, das die Stärken und Sehenswürdigkeiten der Region zeigt und zudem als Sport- und Erholungsort dient. „Das Projekt war für uns alle sehr aufwendig und zeitintensiv“, so der Geschäftsleiter, Thomas Kotschenreuther.
Flößerei und Bergbau
Bei einem Pressegespräch fallen zwei Touristen auf, die im „FrankenwaldZentrum“ im Obergeschoss die Produktion von Glas auf einem Monitor verfolgen. Maria und Alois Stinglwagner sind zum dritten Mal in der Rennsteig-Region. Zuerst vor der Wende, dann nach der Wende und nun in diesen Tagen. Ihr Fazit: „Es ist eine tolle Einrichtung – hier spiegelt sich alles, was die Region hergibt!“
Und in der Tat. So wird nicht nur die Rennsteigregion im „FrankenwaldZentrum“, das sich im Obergeschoss befindet, multimedial und attraktiv in Szene gesetzt. Hingewiesen wird auch auf die Flößerei, auf Glas, Holz, Porzellan. Aus dem Rodachtal wurde gar ein Floß zur Verfügung gestellt. Berücksichtigt wird auch die Stockheimer Bergbaugeschichte werden.
Ein Highlight ist das „GenerationenBad“ mit integriertem Mutter-Kind-Bereich und Dampfkabinen. Wie Bürgermeister Thomas Löffler erklärte, habe man bei all den Planungen Wert darauf gelegt, dass alle Generationen sich gut aufgehoben fühlen. Es wurde auf Familienfreundlichkeit und Barrierefreiheit geachtet.
Als eine tolle Sache bezeichnet er die mit dem Freizeit- und Tourismuszentrum angrenzende Rennsteighalle, die durch die Joachim-Wiegand-Sportstiftung errichtet wurde. Der Bürgermeister ist seinem Ehrenbürger dankbar für dieses Projekt. Wenn nun Mitte des Jahres 2020 der Kur- und Erholungspark fertiggestellt ist, dann wird das ganze Areal ein Kleinod der Erholung und körperlichen Betätigung. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass auf dem Außengelände ein Kinderspielplatz mit Pavillon entsteht. Zudem gibt es auch einen Verleih für Nordic-Walking-Stöcke. In Zusammenarbeit mit den Staatsforsten ist zudem ein Waldumbaulehrpfad geplant. Eine Köhlermeiler soll an die Geschichte der Region und der Glasindustrie erinnern. Zudem sollen noch bis Mitte 2020 Liegeflächen für Schwimmbadbesucher geschaffen werden.
Erleichtert ist Löffler zudem, dass mit Dunja Wittmann eine Pächterin für die integrierte „Fichtenstube“ gewonnen werden konnte.
Kosten: 9 Millionen Euro
Der Bau des Freizeit- und Tourismuszentrum hat länger gedauert als geplant, die Baukosten stiegen. Als der ehemalige Bürgermeister Klaus Löffler den Spatenstich im Herbst 2014 vornahm, ging man von Investitionskosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro aus. Damals hielt man auch eine Einweihung für Ende 2016 für denkbar. Mittlerweile hat sich nicht nur die Bauzeit verlängert, sondern es sind auch die Kosten auf neun Millionen Euro gestiegen. Darunter fallen 800 000 Euro für die Außenanlagen. Die Fördersumme liegt bei rund drei Millionen Euro.
Bürgermeister Thomas Löffler weist in diesem Zusammenhang auf die Bauhochkonjunktur hin. Es sei nicht immer einfach gewesen, Baufirmen zu gewinnen. Dadurch gab es Zeitverschiebungen. Außerdem seien während der Bauphase Ideen und Entwicklungen dazugekommen. „Eigentlich ist das Freizeitzentrum nie ganz fertig!“ Der Bürgermeister räumt zudem ein, einige Ausschreibungen wegen überteuerter Angebote wiederholt zu haben. Sein Geschäftsleiter weist darauf hin, dass alle Planungen und Maßnahmen mit den kommunalen Gremien, mit Tourismusexperten, Ingenieurbüros und sonstigen Fachleuten abgestimmt worden seien. Thomas Löffler spricht von einem Anlaufpunkt für die nächsten Jahrzehnte und für alle Generationen. Das Freizeitzentrum wurde in den 70er Jahren unter der Regie des Altbürgermeisters Edwin Trebes und des Altlandrats Heinz Köhler gebaut. Man wollte damit den Tourismus aufbauen. Im Jahre 2009 erfolgte durch den damaligen Bürgermeister Klaus Löffler und seinem Gremium die Beauftragung für eine Konzeptstudie.

aus "Fränkischer Tag" vom 20.09.2019

Kategorien: Aktuelles