Vollsperrung der Staatsstraße St 2209 Alexanderhütte - Steinbach a. Wald wegen Fahrbahnerneuerung

Meldung vom 12.06.2019

Bauabschnitt 1


Sperrung ab 1.7.2019 für ca. 5 Wochen

Umleitungsstrecken


Bauabschnitt 2


geplante Sperrung ab Anfang August 2019 für ca. 5 Wochen

Umleitungsstrecken


Pressebericht

Rennsteig wird gesperrt
Eine Geduldsprobe wird die Sanierung der Staatsstraße für Pendler und Glasindustrie. Der Weg außen rum ist lang.

VON VERONIKA SCHADECK

Tettau/Steinbach — 2,1 Millionen Euro investiert der Freistaat Bayern in die Sanierung der Staatsstraße 2209 am Rennsteig zwischen Steinbach am Wald und Tettau. Am 1. Juli soll die Baumaßnahme starten. Dabei wird es während der geplanten neunwöchigen Bauphase zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Wie der Projektleiter des Staatlichen Bauamts, André Karl, am Donnerstag bei einem Pressegespräch erklärte, soll die Baumaßnahme in zwei Bauabschnitten erfolgen. Der erste Teil wird von Kleinettau/Ausfahrt Heinz-Glas bis zur Einmündung der KC 19 in Richtung Kehlbach erfolgen.

Der zweite Bauabschnitt ist ab Anfang August vorgesehen. Er reicht vom Einmündungsbereich der KC 19 bis zur Einmündung der KC 18 nach Windheim und ein weiteres Stück Richtung Steinbach hinaus.

Komplett dicht
Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen sind während der Baumaßnahmen Vollsperrungen erforderlich. Wie Karl erklärte, müssen Straßen mindestens eine Breite von 8,50 Metern aufweisen, um während der Sanierungsarbeiten den Verkehr mit Ampelregelungen durchführen zu können. Die Staatsstraße misst derzeit sieben Meter.

Karl sprach von umfangreichen Baumaßnahmen. So werden nicht nur in Zusammenarbeit mit dem Landkreis die Einmündungsbereiche an der KC 18 (Windheim), KC 19 (Kehlbach) und KC 1 (Richtung Schildwiese) mit saniert, sondern es müssen auch rund 40 Feldwegezufahrten der neuen Straßendecke angepasst werden.

Wie er weiter erklärte, werden auf Staatsstraße 2209 im Sanierungsbereich der über sieben Kilometer langen Strecke fünf Zentimeter Asphaltschicht abgefräst.

Es wird eine neue sechs Meter dicke Asphalt- und zusätzlich eine vier Zentimeter dicke Deckschicht angebracht. Die starke Asphaltschicht sei aufgrund des Verkehrsaufkommens erforderlich, erklärte er. Seinen Ausführungen zufolge wird die Staatsstraße 2209 am Rennsteig täglich von 2287 Fahrzeugen frequentiert, davon sind 260 Schwerlastverkehr.

Der Verkehr wird während des ersten Bauabschnitts entsprechend umgeleitet. So werden Fahrzeuge aus Richtung Norden von Probstzella über Gräfenthal zur Kalten Küche nach Tettau geleitet. Von Süden aus erfolgt die Umleitung über Rothenkirchen, Buchbach, Langenau nach Tettau. Die Zufahrt zum Freizeitsee ist während des ersten Bauabschnitts noch offen.

Während des zweiten Bauabschnitts bleibt die Umleitung aus Richtung Norden gleich, von Süden aus wird der Verkehr über Rothenkirchen, Buchbach, Kehlbach zum Rennsteig nach Tettau umgeleitet. Wie Karl weiter ausführte, wird auch der neben der Staatsstraße angebrachte Radweg am Rennsteig während der Bauphase nicht befahrbar sein. Die Radfahrer müssen dann die Wege durch den Wald nutzen.

Glasindustrie betroffen
Beim Pressegespräch waren neben dem Tettauer Bürgermeister Peter Ebertsch und seinem Steinbacher Kollegen Thomas Löffler auch Vertreter der Glasindustrien anwesend. Alle baten den Verantwortlichen des Staatlichen Bauamts, dafür Sorge zu tragen, dass die Baumaßnahme zügig durchgeführt wird. „Es ist schon wegen der Firmen wichtig, dass die Bauzeit so kurz wie möglich gehalten wird“, so Löffler.
Immerhin beträgt die Umleitungsstrecke aus Richtung Norden zwölf Kilometer. Der Personalleiter von Gerresheimer, Lars Manuel Holocher, hofft, dass durch die Umleitungen auch die Schichtarbeiter der Glashütten pünktlich an ihren Arbeitsplatz gelangen. Ebertsch sprach von zahlreichen Lastwagen, die täglich die Glashütten auf dieser Strecke anfahren. Zudem wies er auf die vielen Pendler hin.
Die Frage von Markus Schulz von Wiegand-Logistik, wie es sich denn mit den Rettungsdiensten verhält, beantwortete Karl damit, dass diese informiert würden.

Welches Unternehmen die Maßnahme durchführen wird, steht noch nicht fest. Die Submission ist für 18. Juni anberaumt. Der Projektleiter Andrè Karl und die Bürgermeister gehen davon aus, dass sich trotz Hochkonjunktur in der Baubranche eine Firma dafür finden wird.

Die Bürgermeister Ebertsch und Löffler wiesen darauf hin, dass die Sanierung der Staatsstraße am Rennsteig notwendig sei. Sie baten die Bevölkerung, die Firmen und die Pendler um Verständnis dafür, dass zu Beeinträchtigungen kommen wird.

aus "Fränkischer Tag" vom 08.06.2019

Kategorien: Aktuelles