Verabschiedung von Bürgermeister Klaus Löffler

Meldung vom 16.12.2016

Windheim - Man lässt ihn nur ungern ziehen.

Am Ende gab es sogar Standing Ovations. Weggefährten und Freunde verabschiedeten Klaus Löffler. Und das mit einem lachenden und weinenden Auge.

Heike Schülein

Windheim - Man lässt ihn nur ungern ziehen. Anderseits freut man sich auch und ist mächtig stolz darauf, dass ein "einstiger" Steinbacher Bürgermeister ab sofort das höchste politische Amt im Landkreis innehat. Entsprechend groß war die Anzahl jener, die Klaus Löffler in der bis auf den letzten Platz gefüllten Windheimer TSV-Arena am Mittwochabend einen würdigen Abschied bereiteten.

"Danke für einen wunderbaren Abend", meinte dann auch ein sichtlich gerührter Noch-Gemeindechef, angesichts der ihn von allen Seiten entgegengebrachten Wertschätzung - gipfelnd in Standing Ovations. "Mein Fokus lag stets drauf, dass sich unsere Gemeinde weiter entwickelt, dass sie fit für die Zukunft wird", resümierte er zum Abschied aus seinem Bürgermeister-Amt, das er seit dem 1. Mai 2002 innehatte - eine, wie er sagte "gute, spannende, bewegende - eine unvergessliche Zeit".

Steinbach am Wald sei eine wunderschöne, lebens- und liebenswerte Gemeinde mit vielen ehrenamtlich engagierten Menschen. Man habe tolle Unternehmen, die Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellten und sich sozialpolitisch engagierten und weit verzweigte, sehr gut funktionierende Netzwerke. "Erfolge sind niemals der Verdienst eines Bürgermeisters alleine", betonte er. Vielmehr seien sie in Steinbach das Ergebnis eines starken Miteinanders". Zwei Menschen dankte er dann in besonderem Maße: Ehrenbürger Joachim Wiegand - als großer Unterstützer, Freund und Gönner der Gemeinde - sowie dem bisherigen Landrat Oswald Marr. Wiegand sei auch Löfflers erster Chef gewesen, da er ihn damals als Azubi in seinem Unternehmen eingestellt habe. "Eine gute Wahl", lachte Löffler. Großen Dank gebühre Marr für die stets enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. "Wo man sich mag, kann man gemeinsam Zukunft gestalten", so Löffler und dankte seinem Amtsvorgänger für dessen Engagement für die Generalsanierung des Steinbacher Freizeit- und Tourismuszentrums.

2. Bürgermeisterin Monika Barnickel , CSU, die nun übergangsweise die Geschicke der Gemeinde leitet, würdigte Löfflers Idealismus, Herzblut, Fleiß und Weitsicht, die er in den vergangenen 14 Jahren und 234 Tagen in sein Amt eingebracht habe. "Eine Erfolgsstory", konstatierte sie, "Du hast dieser Gemeinde deinen eigenen Stempel aufgedrückt." Familie, Bildung, Wirtschaft und Infrastruktur habe er dabei stets zur Chefsache erklärt. Das Netzwerk Lebensqualität für Generationen habe bundesweit für Aufsehen gesorgt. Obwohl der Abschied schwer falle, habe man ihm doch in seiner Heimatgemeinde mit komfortabler Mehrheit zum Landrat gewählt.

Die besten Wünsche der jeweiligen Ortsvereine übermittelten Dieter Fröba für Buchbach, Liane Vetter für Kehlbach, Markus Grünbeck für Hirschfeld, Lutz Treuner für Steinbach sowie Manfred Fehn für Windheim. Fröba sprach von großen Fußspuren, in die kein Nachfolger auf Anhieb so schnell finden könne. Grünbeck würdigte Löffler als echten Freund, von dem man stets zu 100 Prozent unterstützt worden sei.

Auch Fehn und Vetter, die sogar ein kleines Gedicht vorbereitet hatten, dankten für all das Gute in den vergangenen Jahren. Dankbar zeigten sich auch die Fraktionsvorsitzenden Markus Löffler, CSU, Klaus Neubauer, SPD, und Josef Herrmann, FW, die Löffler mit schönen Geschenken den Abschied "versüßten" - einem Porzellan-Löwen, einer Glasuhr der heimischen Industrie sowie einem Fotoalbum mit Bildern von der Feier anlässlich Löfflers 50. Geburtstag. Gemeinderat Manfred Fehn, CSU, überreichte einen Blumenstrauß an die neue "First Lady", Silke Löffler. Namens des Personalrats beschenkten Thomas Wachter und Marietta Ruß ihren scheidenden Chef mit einem - mit Sprüchen bestückten - Baum. "Der Herrgott hat gesehen, dass er seine Sache als Bürgermeister gut gemacht hat. Da hat er ihm gleich den ganzen Landkreis anvertraut", meinte Dekan Thomas Hauth, der namens der Geistlichkeit ebenso dankte wie Pfarrerin Claudia Grüning-Göll seitens der evangelischen Kirche.

Zum Abschied spielten der Musikverein Steinbach am Wald wie die Blaskapelle Buchbach auf, während die Sängervereinigung Edelweiß Windheim mit Liedbeiträgen erfreute. Seinen Abschluss fand der offizielle Teil mit der Bayernhymne und dem Deutschlandlied - ein staatsmännischer Abschied, weil - wie Monika Barnickel schmunzelte - Klaus Löffler für sie auch immer etwas staatsmännisch gewirkt habe. Im Anschluss unterhielt der Musikverein Windheim.

Hohe Ehrung
Eine sehr hohe Ehre wurde Klaus Löffler vom federführenden Kommandanten und ehemaligen 2. Bürgermeister Christian Schulz zuteil. Aufgrund seines Einsatzes für die Wehren im Gemeindegebiet ernannte er ihn zum Ehrenbrandmeister der Feuerwehren der Gemeinde. Löffler habe sogar über einen Funkwecker die Einsätze der Wehren mit verfolgt, würdigte Schulz.

aus "Neue Presse" vom 16.12.2016


„Wunder …, wundervoller Abend!“

Verabschiedung Bürgermeister Klaus Löffler wurde in der TSV-Arena von seinen Steinbachern mit vielen Emotionen verabschiedet.

Von Veronika schadeck

Steinbach/Windheim - Wenn ein Großer geht, dann ist das mit Emotionen verbunden. Und diese gab es am Mittwochabend bei der Verabschiedung des Bürgermeisters Klaus Löffler, der im September zum „Landkreischef“ gewählt wurde. Klaus Löffler führte 14 Jahre und 234 Tage erfolgreich die Gemeinde Steinbach am Wald.
Die TSV-Arena war bis auf den letzten Platz gefüllt. Weggefährten, die Mitarbeiter der Gemeinde, die Vereine und Verbände haben es sich nicht nehmen lassen, Klaus Löffler für sein Engagement zu danken. Die Musikkapellen Kehlbach, Windheim und Steinbach sowie der Windheimer Männergesangverein „Edelweiß“ spielten beziehungsweise sangen Lieder, die unter die Haut gingen. Obwohl Klaus Löffler eigentlich seinen Chefsessel nur 25 Kilometer Richtung Süden ins Landratsamt verlegt und er als Landrat auch künftig für die Bürger seiner Heimatgemeinde einiges bewegen kann, war es doch ein Abschied. Die Anwesenden waren zum einen stolz, dass einer von ihnen Landkreischef geworden ist, zum anderen war aber auch ein Hauch von Wehmut zu spüren. Und für den neuen Landrat waren es bewegende Momente, die er nicht so schnell vergessen wird. „Es war ein wunder …, wunder … wundervoller Abend!“

Klaus Löffler wurde unter anderem von Vertretern der einzelnen Ortsteile verabschiedet. Sie würden ihn nicht gerne ziehen lassen, brachte es der Vertreter von Hirschfeld, Markus Grünbeck, auf den Punkt. „Aber du wolltest Landrat werden und wir haben dich unterstützt“, meinte er im Hinblick dessen, dass die Hirschfelder ihn zu 95,06 Prozent als Landrat gewählt hatten.
Liane Vetter aus Kehlbach sprach von erfolgreichen Jahren: „Auf dich war immer Verlass!“ Lutz Treuner aus Steinbach war überzeugt, dass Löffler den Landkreis ebenso erfolgreich weiterentwickelt wie seine Gemeinde. Er räumte ein, dass sich so mancher Steinbacher einen anderen Wahlausgang gewünscht hätte.

Manfred Fehn aus Windheim bedankte sich für die „stete Unterstützung und für Herzlichkeit“. Klaus Löffler habe manches erreicht, was unmöglich schien, aber so räumte er ein: „Manchmal dauerten auch bei ihm kleine Wunder etwas länger!“ Dieter Fröba aus Buchbach sprach von „großen Fußspuren“, in die kein Nachfolger so schnell passen könne. „Eine Ära geht zu Ende“, zog die Zweite Bürgermeisterin, Monika Barnickel, Resümee. Sie führt bis zur Bürgermeisterwahl Mitte März nun die Gemeinde. Ihren ersten offiziellen Auftritt als Gemeindeoberhaupt meisterte sie mit Bravour. Klaus Löffler sei der Bedeutung seines Vornamens – er bedeutet Sieger – gerecht geworden. Er habe mit viel Herzblut und Idealismus die Gemeinde erfolgreich geführt und weiterentwickelt. Sie sprach von einem weitsichtigen und zielorientierten Handeln des Bürgermeisters. Sie erwähnte Projekte, die aus der Feder von Löffler kommen, wie beispielsweise die dritte Spur der B 85 zwischen Förtschendorf und Steinbach sowie den Bau des Freizeit- und Tourismuszentrums.

Mit Geschenken, wie einen Fotoalbum, einer Glasuhr und einen Löwen verabschiedeten auch die Fraktionsvorsitzenden Markus Löffler (CSU), Josef Herrmann (FW) und Klaus Neubauer (SPD) ihren Bürgermeister.

„Du hast uns entwickeln und gedeihen lassen“, so sein einstiger Stellvertreter und federführender Kommandant der Steinbacher Feuerwehren, Christian Schulz.

Und es gibt wohl keine bessere Bestätigung für einen Chef, wenn er hört – wie in diesem Fall vom Personalrat der Gemeinde, Thomas Wachter: „Ein guter Chef verlässt uns, wir hatten Freude an unserer Arbeit!“ Und der Dekan Thomas Hauth interpretierte den Aufstieg von Löffler so: „Unser Herrgott hat gesehen, du hast deine Sachen gut gemacht. Deshalb wurdest du auch Landrat!“ Löffler nahm seinen Abschied zum Anlass, sich bei allen Weggefährten, bei seinen Bürgern, Gemeinderat, seinen Mitarbeitern, Vereinen und Verbänden, Gewerbetreibenden, bei der Geistlichkeit, seinen Vorgängern Edwin Trebes und Gerhard Neubauer, beim seinem Vorgänger, Landrat Oswald Marr und beim Ehrenbürger, dem Seniorchef von Wiegand-Glas, Joachim Wiegand – dieser hat als Dank an die Bevölkerung die Rennsteighalle erstellen lassen – zu bedanken. Sie alle seien es gewesen, die die Gemeinde positiv entwickelt hätten. Der Erfolg sei nicht durch den Bürgermeister, sondern durch das „Wir-Gefühl“ zustande gekommen.

aus "Fränkischer Tag" vom 16.12.2016

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