„Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ – Siegerehrung im Bezirksentscheid in Oberfranken

29.11.2017

„Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ – Siegerehrung im Bezirksentscheid in Oberfranken
Kulmbach – Unter diesem Motto fand am 26.11.2017 in der Dr. Stammberger-Halle in Kulmbach die stimmungsvolle Abschlussveranstaltung zum Dorfwettbewerb auf Bezirksebene in Oberfranken statt. Dabei wurden die besten 14 Orte mit Gold, Silber, Bronze und Sonderpreisen geehrt.


Auszeichnung von vier Goldmedaillengewinnern
Nikolai Kendzia, Leiter des Gartenbauzentrums Bayern Nord am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kitzingen und Vorsitzender der Bezirksbewertungskommission, begrüßte zahlreiche Ehrengäste und Vertreter der Siegerdörfer in der gut gefüllten Stadthalle in Kulmbach. Beim 26. Bundeswettbewerb 2016-2019 nahmen in Oberfranken insgesamt 87 Ortschaften teil und damit die meisten auf Bezirksebene in ganz Bayern. Die Goldmedaille gewannen dabei gleich vier Ortschaften mit Harsdorf (LK Kulmbach), Heidelheim (LK Wunsiedel), Issigau (LK Hof) und Oberleiterbach (LK Bamberg), die im Sommer 2018 am Landesentscheid in Bayern teilnehmen dürfen.


Heimat und Zusammenhalt in den Gemeinden
Nach dem beschwingten musikalischen Auftakt durch die Frankenwaldmusikanten aus Windheim führte Christine Bender vom Gartenbauzentrum Bayern Nord durch das Festprogramm. In seinem Grußwort beglückwünschte Dr. Hans-Peter Friedrich (Bundestagsvizepräsident, CSU) alle Dörfer zu ihren tollen Leistungen und betonte, wie wichtig für viele Menschen Heimat und Zusammenhalt sind, was in den Orten aktiv vorgelebt werde. Für Oberfranken sei ihm für die ländliche Struktur auch in der Zukunft nicht bange. Der Landrat des Landkreises Kulmbach Klaus-Peter Söllner, der auch für den Oberbürgermeister der Stadt Kulmbach Henry Schramm sprach, würdigte die Leistungen der Dorfgemeinschaften, die die Dörfer nach vorne gebracht haben.


Lebendiges Miteinander auch in der Zukunft
Die Festansprache hielt Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz. Sie zollte allen Dörfern ihren Respekt und ihre Hochachtung vor dem Engagement und Durchhaltevermögen, aber auch vor deren Wissen und Können. Unter dem Eindruck von demographischem Wandel, Digitalisierung und Klimawandel stehe der ländliche Raum in der ersten Reihe. Diesen Entwicklungen müssten sich gerade die Dörfer und Gemeinden in besonderer Weise anpassen. Die Preisträger böten dabei vorbildliche und zukunftstaugliche Lösungen. Dies ginge über das Anlegen von Blumenbeeten hinaus, erhalte doch die gesamte Ortsmitte ein neues, freundliches Gesicht.
Ein wichtiges Anliegen war ihr jedoch auch ein lebendiges Miteinander in den Gemeinden, welches neben dem Erhalt von Bausubstanz auch das „Grün“ im Dorf wie biologische Vielfalt und das soziale Miteinander betone. Abschließend bedankte sie sich noch einmal bei den Dorfgemeinschaften für die gemeinsame Hilfe untereinander.


Weitere Medaillen und Sonderpreise
Neben den vier mit der Goldmedaille geehrten Dörfern ging je eine Silbermedaille an die Orte Ahorn (LK Coburg), Birk (LK Bayreuth), Brunn (LK Bamberg), Heßlach (LK Bayreuth), Kümmel (LK Lichtenfels) und Oberhaid (LK Bamberg). Über eine Bronzemedaille freuten sich Hirschfeld und Windheim (beide LK Kronach), Sinatengrün und Thierstein (beide LK Wunsiedel). Außerdem wurden drei Sonderpreise vergeben an Kümmel für den Erhalt alter Streuobstbestände mit wertvollen Sorten (verliehen von Gudrun Brendel-Fischer, MdL, Bezirksvorsitzende vom Bezirksverband Oberfranken für Gartenbau und Landespflege e.V.), Hirschfeld für die beispielhafte Direktvermarktung als tragendes Element in Dorf und Landwirtschaft (verliehen von Beate Opel, stellvertretende Bezirksbäuerin vom Bayerischen Bauernverband Bezirksverband Oberfranken) und an Oberhaid für das generationenübergreifende Modell zur Verbesserung von Lebensqualität und sozialer Teilhabe (verliehen von Dr. Günther Denzler, Bezirkstagspräsident vom Bezirk Oberfranken).


Buntes Rahmenprogramm
Neben den Grußworten und der Festansprache begeisterten die Frankenwaldmusikanten (Leitung Stefan Schmidt, Hubert Vetter) und die Zechgemeinschaft (Leitung Christof Neubauer) aus Windheim den Saal mit Musik- und Tanzeinlagen. Auch der Kinderchor aus Oberleiterbach (Leitung Sonja Göbel, Angela Hennemann) und ein Anspiel des „Einsiedelmanns“ (Roland Amon) und der „Schönen Schnitterin“ (Julia Kunzelmann) ernteten viel Applaus. Während der Preisverleihung wurde zu jedem Dorf eine Laudatio gehalten, die mit vielen eindrucksvollen Bildern untermalt wurde. Beim abschließenden gemeinsamen Singen des Frankenliedes erhob sich der gesamte Festsaal. Die Schlussworte gebührten Gudrun Brendel-Fischer und Christine Bender, die sich herzlich bei der Bewertungskommission, besonders bei Altbürgermeister Arnold Friedrich, für ihre wertvolle Arbeit sowie bei allen Dörfern für die Teilnahme bedankten und nochmals betonten, dass alle Dörfer stolz auf ihre Leistungen mit allen Stärken und Besonderheiten sein dürften. Bei solch engagierten Dörfern müsse man sich um die Zukunft in Oberfranken keine Sorgen machen.

PI – 28.11.2017 Abteilung Gartenbau
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Kitzingen mit Landwirtschaftsschule

Link zur Abschlussfeier in Kulmbach und zur Bereisung mit Berichten und Bildern von allen Dörfern, Bereisung und Abschluss in Kulmbach
http://www.dorfwettbewerb.bayern.de/178302/index.php

Link zum Dorfbericht Oberfranken
http://www.dorfwettbewerb.bayern.de/mam/cms06/dorfwettbewerb/dateien/dorfwettbewerb_oberfranken_in_26.pdf

Link zum Bezirksverband für Gartenbau Oberfranken mit einem Bericht und Bildern von der Verleihung in Kulmbach
http://www.bezirksverband-ofr-gartenbau.de/red12_2017_016_Dorfwettbewerb.htm

Kategorien: Aktuelles