Spatenstich; Ausbau der Kreisstraße 18 erfüllt einen lang gehegten Wunsch

24.08.2017

Ausbau der Kreisstraße 18 erfüllt einen lang gehegten Wunsch

Von Veronika Schadeck

Hirschfeld - Die Hirschfelder und Windheimer können aufatmen. Endlich wird ein lang gehegter Wunsch wahr. Die Kreisstraße 18 wird zwischen den beiden Steinbacher Ortsteilen ausgebaut. Im Zuge dessen wird auch im Bereich des Friedhofs eine „barrierefreie Querung“ geschaffen. Das ist wohl einmalig im Landkreis. Am Mittwochvormittag war der erste Spatenstich.

Erhebliche Mängel
Die Kreisstraße 18 zwischen Hirschfeld und Windheim weist erhebliche Mängel auf. Fahrbahnschäden, keine Frostsicherheit und eine nicht den Anforderungen entsprechende Fahrbahnbreite, das soll nun anders werden.
Insgesamt 2,5 Millionen Euro wird der Landkreis in diese Maßnahme investieren. Neben der Schaffung einer barrierefreien Querung soll eine neue Entwässerungseinrichtung angebracht werden, die Fahrbahn soll auf sechs Meter verbreitert werden. Weiterhin soll der Gehsteig vom Ortsausgang von Hirschfeld bis zum Friedhof verlängert werden.

Im Zuge des Vollausbaus soll auch ein Rad- und Gehweg angebracht werden. Die Kosten hierfür sind mit rund 80 000 Euro veranschlagt. Rund 55 000 Kubikmeter Erde werden bewegt. Angebracht werden soll zudem eine neue Asphaltschicht zwischen dem Friedhof und dem Ortseingang von Hirschfeld (30 000 Euro).

Wie der Sachgebietsleiter Tiefbau Gunther Dressel erklärte, erfolgt beim Vollausbau ein neuer Trassenverlauf im Bereich vom Friedhof aus in Richtung Windheim bis zum Straßenwärterhäuschen. Hier wird die alte Straße zurückgebaut und am noch bestehenden Waldhang „angebracht“. Vom Straßenwärterhäuschen aus bis zum Ortseingang Windheim verläuft die Straße wie bisher.

„Lückenschluss“
Landrat Klaus Löffler erinnerte daran, dass bereits vor vier Jahren der Beschluss für den Vollausbau dieser Trasse im Kreistag gefasst wurde. Die Forderung der Gemeinde Steinbach am Wald, im Zuge des Ausbaus auch einen Geh- und Radweg mit anzubringen, sei in den Planungen berücksichtigt worden. „Die Straße soll Wirtschaftsstandorte und vor allem Menschen miteinander verbinden!“ Löffler sprach weiter von der Schaffung einen Lückenschlusses zwischen der B 85 und dem Rennsteig.
Den Worten des Regierungsvizepräsidenten Thomas Engel zufolge ist bei dieser Maßnahme von einer hohen Förderung auszugehen, zumal der Landkreis mit Stabilisierungshilfen bedacht wird. Über die genaue Förderhöhe konnte Engel noch keine genauen Angaben machen. Er sprach von 1200 Fahrzeugen pro Tag, von einer damit verbundenen eher unterdurchschnittlichen Verkehrsbelastung. „Aber es geht um die Sicherheit der Bürger.“

Wie beim ersten Spatenstich auch zu erfahren war, will der Landkreis nun Anfang September mit den Rodungsarbeiten beginnen. Ende September soll mit den Erdarbeiten gestartet werden. Die Baumaßnahme erfolgt unter Vollsperrung. Der Verkehr wird über die B 85/Steinbach/Windheim umgeleitet.

Wie Gunther Dressel weiter erläuterte, soll die Baumaßnahme während der Wintermonate unterbrochen werden und die KC 18 zwischen Hirschfeld und Windheim befahrbar sein, auch für den Winterdienst. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass bis Ende Juli 2018 der Vollausbau dieser Straße vollendet sein wird.

Landrat dankt Vorgänger
Dass der Vollausbau nun startet, darüber freute sich auch die Zweite Bürgermeisterin von Steinbach, Monika Barnickel. Sie wünschte ein unfallfreies Bauen. Beim Spatenstich verpasste es der Landrat auch nicht, sich bei den Fraktionen im Kreistag und bei seinem Vorgänger Oswald Marr zu bedanken, der diese Maßnahme mit initiiert habe. Danke sagte er zudem seinen zuständigen Mitarbeitern im Landratsamt mit Gunther Dressel an der Spitze sowie Stephan Lüttig von der bauausführenden Firma Rädlinger sowie der Regierung von Oberfranken für die Unterstützung.

aus "Fränkischer Tag" vom 17.08.2017

Kategorien: Aktuelles