Gemeinderatssitzung vom 3.11.2016; Tagesordnung mit Presseberichten

Meldung vom 07.11.2016

Am Donnerstag, dem 03.11.2016 fand im Sitzungssaal des Rathauses Steinbach a.Wald eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates mit nachfolgender Tagesordnung statt.


TAGESORDNUNG

  1. Wahl des ersten Bürgermeisters 2017
    Berufung der Wahlleiterin / des Wahlleiters und der stellvertr. Wahlleiterin / des stellvertr. Wahlleiters
  2. Bauantrag zum Neubau einer Produktionshalle mit Büros auf Fl.Nr. 14/5, Gemarkung Kehlbach
  3. Kirchliche Renovierungsmaßnahmen im GT Buchbach
    Antrag der Katholischen Kirchenstiftung St. Laurentius Buchbach auf Bezuschussung vom 23.08.2016


PRESSEBERICHTE

Genug Helfer vor Ort

Steinbach am Wald kann die Flüchtlingsbetreuung selbst stemmen. Das stellt Klaus Neubauer klar - und kontert damit Karin Weber.
Von Heike Schülein
Steinbach am Wald - Hohe Wellen schlugen die Äußerungen der Flüchtlingsbeauftragten von Ludwigsstadt, Karin Weber, bei der jüngsten Stadtratssitzung. Klaus Neubauer, Flüchtlingsbeauftragter der Gemeinde Steinbach am Wald, bezog hierzu nun Stellung. Weber sei - so der Asylbeauftragte - erstaunt gewesen, dass Ludwigsstadt bei der Suche nach Helfern für Steinbacher Flüchtlinge um Hilfe gebeten worden sei (die Neue Presse berichtete). Dabei legte Neubauer Wert auf die Feststellung, dass weder er noch eine der weiteren ehrenamtlichen Helferinnen aus Steinbach am Wald Ludwigsstadt um Hilfe geben hätten. "Natürlich sind weitere Helfer in der Flüchtlingsbetreuung willkommen, jedoch kommen wir momentan bei derzeit 33 Flüchtlingen in Steinbach ganz gut aus", betonte er.

Die fünfköpfige irakische Familie in Buchbach werde intensiv vom Vermieter-Ehepaar Büttner betreut. Um die zwei afghanischen Familien mit insgesamt elf Personen in Kehlbach kümmere sich aufopferungsvoll Margit Schneider. Nachdem Steinbach infrastrukturell begünstigt sei, seien "Fahrtendienste" nicht so oft wie in Buchbach oder Kehlbach notwendig. "Termine mit Ärzten und Behörden werden von mir und Angelika Mücke organisiert und bisher reibungslos abgewickelt. Mit drei Frauen, die den Flüchtlingen Deutschunterricht geben, sind wir zudem bei der Integration hervorragend aufgestellt", freute er sich.

Der Ursprung dieses "angeblichen Hilferufs" liege in einem gut gemeinten Aufruf der Hausbesitzer der ehemaligen "Flurbachschänke" und jetzigen dezentralen Unterkunft für Flüchtlinge in der Flurstraße 2 in Steinbach. In dem Haus, das von einem Ehepaar aus Fürstenfeldbruck gekauft wurde, leben derzeit vier Familien mit 17 Personen. Die Vermieter hängten in Steinbach einen Zettel aus, in dem weitere ehrenamtliche Helfer für diese Flüchtlinge gesucht wurden. "Nachdem dieser Aufruf offensichtlich nicht den gewünschten Erfolg brachte, schaltete sich die Asylsozialberaterin des Diakonischen Werks in Kronach ein. Mit einer E-Mail bat sie Frau Weber, nach Helfern für Steinbacher Flüchtlinge in Ludwigsstadt zu suchen - für Frau Weber Anlass für ihre Äußerungen im Stadtrat", erklärte er. Diese Missverständnisse und "Einsätze" wären nach seiner Ansicht nicht entstanden, hätte man von Anfang an mit den Verantwortlichen in Steinbach kommuniziert. Als Verantwortlicher und Beauftragter der Gemeinde für Flüchtlinge habe er weder vom Aushang der Hausbesitzer in Steinbach, noch von den "Bemühungen" des Diakonischen Werks in Kronach gewusst. Auch Weber habe ihn nicht vor ihren Äußerungen im Stadtrat kontaktiert oder nach dem aktuellen Stand der Helfer oder Situation gefragt.

"Nachdem von Frau Weber die Familienfreundlichkeit von Steinbach am Wald mit der Flüchtlingsbetreuung in Verbindung gebracht wurde, muss ich wiederum als 3. Bürgermeister der Gemeinde hinterfragen, was die nachweislich bestehende familienfreundliche Politik der Steinbacher Kommune mit der Flüchtlingshilfe und Integration der Asylanten durch Ehrenamtliche zu tun hat", so Neubauer. Angela Wiegand, CSU, dankte ihm und seinem Team für das große Engagement. Dem schloss sich der Bürgermeister an.

Bürgermeisterwahl findet am 12. März statt
Nachdem Bürgermeister Klaus Löffler, CSU, Landrat wird, braucht Steinbach einen neuen Bürgermeister. Der Termin für die Neuwahl steht fest. "Der Wahltermin 12. März wurde vom Landratsamt bestätigt", informierte Löffler. Einstimmig wurde vom Gremium Thomas Kotschenreuther zum Wahlleiter und Antje Neubauer zu seiner Stellvertreterin berufen.

Neue Produktionshalle entsteht in Kehlbach
Grünes Licht gab es für den Bauantrag zum Neubau einer Produktionshalle mit Büros in Kehlbach. "Es ist sehr zu begrüßen, dass der Kleinunternehmer seine Halle wieder in unserer Gemeinde errichtet", freute sich 3. Bürgermeister Klaus Neubauer, SPD. Auch Bürgermeister Löffler zollte der Vereins- und Dorfgemeinschaft Kehlbach Respekt für die "außergewöhnlich große" Unterstützung des Bauherrn, nachdem dessen frühere Produktionshalle abgebrannt war.

Buchbach soll ein Licht aufgehen
Peter Grüdl, SPD, hat eine Grundausstattung für das neue, nur spärlich eingerichtete Buchbacher Jugendzimmer mit Sitzgelegenheiten sowie abschließbaren Schränken beantragt. Eventuell könnte man auf gebrauchte Möbelstücke zurückgreifen. Thomas Löffler, CSU, 2. Bürgermeisterin Monika Barnickel, CSU, sowie Uwe Zipfel, FW, bemängelten die in Buchbach mangelnde Straßenbeleuchtung - so beispielsweise oberhalb des Autohauses Reier oder im Glasersteig, wo es nachts "zappenduster" sei.

Kirchenstiftung bittet um Zuschüsse
Die Katholische Kirchenstiftung St. Laurentius Buchbach hatte der Gemeinde drei Angebote für Renovierungsmaßnahmen mit der Bitte um Bezuschussung vorgelegt. Kämmerer Karl-Heinz Häusler schlug eine Bewilligung vor. Zuschüsse könnte es für die Waschbetonverblendung sowie für eine Kaminverkleidung geben.

aus "Neue Presse" vom 05.11.2016


Steinbach kommt mit Flüchtlingen „gut klar“

Von Veronika Schadeck
Steinbach am Wald - Die Bürgermeisterwahlen in der Gemeinde Steinbach am Wald finden am 12. März 2017 statt. Der geschäftsleitende Beamte Thomas Kotschenreuther wurde als Wahlleiter bestimmt. Seine Stellvertreterin ist Antje Neubauer. Das beschloss der Gemeinderat am Donnerstagabend ohne Gegenstimme.
Im Rahmen der Sitzung nahm der dritte Bürgermeister und Flüchtlingsbeauftragte, Klaus Neubauer (SPD), Stellung zu der jüngsten Stadtratssitzung in Ludwigsstadt. In dieser war die Flüchtlingsbeauftragte von Ludwigsstadt, Karin Weber, erstaunt, dass sie und ihr Team um Hilfe für die Steinbacher Flüchtlinge gebeten wurden.

Klaus Neubauer (SPD) stellte klar: „Wir Helfer kommen bei derzeit 33 Flüchtlingen in Steinbach ganz gut klar!“ Termine mit Ärzten und Behörden würden von Angelika Mücke und ihm organisiert. Mit insgesamt drei Frauen, die den Flüchtlingen Deutschunterricht geben, seien sie auch bei der Integration hervorragend aufgestellt.

Den Ursprung des „angeblichen Hilferufes“ führte Klaus Neubauer nach seinen Recherchen auf einen „gut gemeinten“ Aufruf der Hausbesitzer der ehemaligen „Flurbachschänke“ (ist die jetzige Unterkunft für Flüchtlinge) zurück. Dort leben derzeit vier Familien mit insgesamt 17 Personen. Die Vermieter hängten in Steinbach einen Zettel aus, in dem weitere ehrenamtliche Helfer für diese Flüchtlinge gesucht wurden.

Nachdem dieser Aufruf offensichtlich nicht den gewünschten Erfolg brachte, schaltete sich die Asylsozialberaterin des Diakonischen Werkes in Kronach ein. Mit einer Email habe sie schließlich Karin Weber um Hilfe gebeten. Neubauer bedauerte, dass er vor der Stadtratssitzung nicht informiert wurde. Dadurch hätten diese Missverständnisse vermieden werden können.

Genehmigungen ohne Einwände
Keine Einwände gab es beim Bauantrag einer Produktionshalle mit Büros in Kehlbach durch den Geschäftsführer von T.D. Design, Dominik Trebes. Wie bereits berichtet, vernichtete ein Brand im Januar 2016 nicht nur sein Wohnhaus, sondern sein daran angegliedertes Gewerbegebäude. Er finde es toll, dass der Jungunternehmer seine Firma wieder aufbaut, so Neubauer. Er habe Respekt vor der Familie Trebes und vor der Kehlbacher Vereinsgemeinschaft, die nach diesem Brand fest zusammen gehalten haben.
Keine Einwände gab es auch beim Antrag der Katholischen Kirchenstiftung St. Laurentius Buchbach auf Bezuschussung von Renovierungsmaßnahmen. Insgesamt sind für die Anbringung neuer Waschbetonverblendungsplatten an einem Stützpfeiler der Kirche und Kaminverkleidung 7082 Euro kalkuliert. Die Gemeinde fördert dieses Vorhaben mit zehn Prozent.

Unter Punkt „Sonstiges“ stellte Peter Grüdl (SPD) den Antrag auf die Übernahme der Grundausstattung für das Buchbacher Jugendzimmer durch die Gemeinde. Thomas Löffler (CSU/Buchbach) wies darauf hin, dass die Straßenbeleuchtung in Buchbach „Am Glasersteig“ und „Auweg“ nicht ausreichend ist.

Volkstrauertag
Die Termine am Volkstrauertag sind: Samstag, 12. November: Steinbach am Wald, 17 Uhr; Hirschfeld: 18.30 Uhr; Kehlbach: 17 Uhr; Sonntag: 13. November: Windheim, 8.30 Uhr; Buchbach, 10 Uhr; Steinbach: 10 Uhr Festgottesdienst anlässlich 50 Jahre St. Heinrich mit Erzbischof Ludwig Schick.

aus "Fränkischer Tag" vom 05.11.2016

Kategorien: Aktuelles