Gemeinderatssitzung vom 03.03.2018; Tagesordnung mit Presseberichten

05.03.2018

Am Samstag, dem 03. März 2018 fand im Freizeit- und Tourismuszentrum Steinbach a.Wald eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates mit nachfolgender Tagesordnung statt.

TAGESORDNUNG

BÜRGERFRAGESTUNDE

  1. Freizeit- und Tourismuszentrum Steinbach a.Wald
    Neugestaltung eines Kur- und Erholungsparks
    Baudurchführungsbeschluss
  2. Straßenverkehrsrechtliche Anordnung der Beschilderung der Nikolausstraße in Steinbach a.Wald
  3. Förderoffensive Nordostbayern
    Konzept für das Anwesen Ziegelanger 14 und 16
  4. Altarrestaurationsmaßnahme in der Kath. Filialkirche St. Marien Kehlbach in Steinbach a.Wald
    Antragsschreiben von Herrn Pfarrer Reinhard Stauch, beauftragt durch die Kath. Kirchenstiftung St. Marien Kehlbach, Steinbach a.Wald, auf Bezuschussung vom 08.02.2018
  5. Sanierungsmaßnahmen in und an der Christuskirche in Steinbach a.Wald
    Antragsschreiben des Kirchenvorstandes der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Steinbach a.Wald auf Bezuschussung vom 30.01.2017 und 30.01.2018

PRESSEBERICHTE

Steinbach tritt auf die Kostenbremse
Der Gemeinderat reduziert die Kosten für den Kur- und Erholungspark um die Hälfte. Attraktiv werde das Areal dennoch, versichert der Rathauschef.

Steinbach am Wald - Der Kur- und Erholungspark des Freizeit- und Tourismuszentrums Steinbach am Wald wird deutlich abgespeckt. Dies beschloss der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Samstagmorgen im Freizeitzentrum. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Das Gremium beschloss im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern den Erwerb der Grundstücke Ziegelanger 14 und 16 in Windheim. Die Gebäude werden abgerissen und ein Bauplatz aus beiden Grundstücken gemacht. Gleichzeitig kann damit die Engstelle am Ziegelanger 16 beseitigt und die Lücke im Verlauf des Gehsteigs geschlossen werden. Die Verwaltung wurde mit der Planung, der Suche nach Fördergeldern und der Ausführung beauftragt. Das Förderprogramm sei, so Bürgermeister Thomas Löffler, ein absoluter Glücksfall.

"Wir sind vom goldenen zum attraktiven Park zurückgegangen, der realistisch und angemessen ist und den wir vertreten können", erklärte Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) bei der Vorstellung der neuen Entwurfsplanung. Neben der Funktionalität und Attraktivität habe dabei vor allem der nunmehr halbierte Kostenfaktor eine große Rolle gespielt. Wichtig seien eine gut angelegte Zufahrt und ordentliche Fluchtwege. Für die Zuführung habe die Gemeinde ein Grundstück zwischen Apotheke und evangelischer Kirche erworben. Der Rundweg werde erhalten, um gezielt Rennsteigwanderer zum Zentrum hinzuführen. Die Gestaltung des Eingangsbereiches sei wichtig für einen ansprechenden ersten Eindruck. Hier fänden sich Informationspunkte zu verschiedenen, die Region darstellenden Themenfeldern. Eine Rampe ermögliche einen barrierefreien Zugang.

Es gibt zwei Spielplätze - einen für Kinder bis fünf Jahre sowie einen für ältere. Die Stockschießbahn kann im Sommer wie auch Winter bespielt werden. Auf der großen Veranstaltungsfläche im inneren Bereich des Parks können Konzerte und Events stattfinden. Zwischen Schwimmhalle und Rennsteighalle entsteht der für Badegäste als Wiese angelegte Außenbereich des Schwimmbads. Die Bushalte-Bucht wird im unteren Bereich errichtet. In einer Halle werden die Geräte des Hausmeisters und das Loipenspurgerät untergebracht. Insgesamt soll die Anlage viel Grünfläche und auch viele Bäume enthalten.

"Wir haben den Namen Frankenwald-Garten nicht umsonst gewählt", betonte Löffler. Insgesamt rechnet man mit Kosten von 900 000 Euro. Ein großer Vorteil sei es, so der Bürgermeiser, dass man mit Andreas Vetter einen Fachmann direkt im Hause habe, der die Planung selbstständig führen könne.

Im Gremium herrschte breite Zustimmung. "Wir haben an Kosten, aber nicht an Attraktionen gespart", meinte 3. Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD). Auf Anregung von 2. Bürgermeisterin Monika Barnickel (CSU) soll eventuell der im neuen Entwurf nicht mehr berücksichtige Hochstand wieder mit aufgenommen werden. Eine Aufnahme wird in Abstimmung mit Andreas Vetter kostenmäßig und planerisch geprüft.

Kontrovers diskutiert wurde die straßenverkehrsrechtliche Anordnung der Beschilderung in der Nikolausstraße in Hirschfeld. Dort war bis vor Kurzem das zuletzt arg verwitterte Verkehrszeichen "Verbot für Fahrzeuge aller Art" mit dem Zusatz "Anlieger frei" angebracht. Bei Verkehrsschauen in den Jahren 2010 bis 2013 wurde in beiden Fällen eine Entfernung der Beschilderung angeregt, da diese Kombination nahezu jedem eine Befahrung der Nikolausstraße erlaube und ein überörtlicher und vermehrter Durchgangsverkehr nicht festgestellt werden könne. Der Gemeinderat hatte sich jedoch zweimal für die Beschilderung ausgesprochen, da die Strecke als Überholstrecke missbraucht werde.

Diese Auffassung vertrat auch Markus Löffler (CSU) in der Stellungnahme der Ludwigsstadter Polizei. Die Einführung einer Tempo 30-Zone als Alternative erachtete er als nicht zielführend. "Dies hat nur Auswirkung auf die Geschwindigkeit, aber nicht auf den Durchfahrtsverkehr", monierte er. Josef Herrmann (FW) und Stefanie Neubauer (CSU) sprachen sich aus Sicherheitsgründen für die frühere Beschilderung aus. "Ich bin gegen Anliegerstraßen", verdeutlichte 2. Bürgermeisterin Monika Barnickel. Die Straßen seien mit öffentlichen Mitteln gebaut und sollten für die Öffentlichkeit zugänglich sein. In ihren Augen machen Tempo 30 und ein Smiley-Geschwindigkeitsmessgerät Sinn. Jens Trebes (SPD) konnte sich eine Spielstraße vorstellen. Mit den bisherigen Schildern werde man den Durchgangsverkehr nicht verhindern können, meinte er. Bei vier Gegenstimmen wurde die erneute Anbringung des Schildes "Verbot für Kraftfahrzeuge aller Art" mit dem Zusatzschild "Anlieger frei" beschlossen.

Die Gemeinde trägt jeweils zehn Prozent der Maßnahmen für die Altarrestaurierung in der katholischen Kirche St. Marien in Kehlbach und der Sanierungsmaßnahmen an der evangelischen Christuskirche in Steinbach. Hier lagen Anträge seitens der jeweiligen Kirchenstiftungen vor. Die Gesamtkosten für die zuwendungsfähige Restaurierung des Altars in St. Marien belaufen sich auf voraussichtlich 18 100 Euro mit einem Gemeindezuschuss von maximal 1800 Euro. Für die Christuskirche war der vorliegende Antrag um die Schaffung eines weiteren barrierefreien Gebäudezugangs mit entsprechenden Umbaumaßnahmen erweitert worden. Die Kosten für die zuwendungsfähigen Sanierungsmaßnahmen belaufen sich nun auf 145 700 Euro, der Gemeindezuschuss auf maximal 14 570 Euro. Die Kosten für Instandsetzung und Sanierung des Gemeindezentrums und der Außenanlagen an der Christuskirche werden nicht gefördert.

Der geschäftsleitende Beamte Thomas Kotschenreuther informierte über die Weitergabe zweier Bauanträge für Hirschfeld und Windheim an das Landratsamt Kronach als Geschäft der laufenden Verwaltung. Sehr harmonisch verlief laut Bürgermeister Löffler die Klausurtagung der ARGE Rennsteig, an der die Bürgermeister der Rennsteigregion und die entsprechenden Tourismusexperten teilnahmen. Dabei wurde auch über die späteren Ausstellungsgegenstände im Freizeit- und Tourismuszentrum beratschlagt.

aus "Neue Presse" vom 05.03.2018



Geplanter Park wird deutlich abgespeckt

Die Kosten für den Kur- und Erholungspark des Freizeit- und Tourismuszentrums Steinbach am Wald sollen geringer ausfallen. Dies beschlossen die Räte bei einer am Samstagmorgen im Freizeitzentrum abgehaltenen Sitzung. Der Baudurchführungsbeschluss erfolgte einstimmig.

Von Heike Schülein

Steinbach am Wald — „Wir sind vom goldenen zum attraktiven Park zurückgegangen, der realistisch und angemessen ist und den wir vertreten können“, erklärte Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) bei der Vorstellung der neuen Entwurfsplanung. Neben der Funktionalität und Attraktivität habe dabei vor allem der nunmehr halbierte Kostenfaktor eine große Rolle gespielt. Wichtig seien eine gut angelegte Zufahrt und ordentliche Fluchtwege. Für die Zuführung habe die Gemeinde ein Grundstück zwischen Apotheke und evangelischer Kirche erworben. Der Rundweg wird erhalten, um gezielt Rennsteigwanderer zum Zentrum hinzuführen.

Zwei Spielplätze
Die Gestaltung des Eingangsbereiches sei wichtig für einen ansprechenden ersten Eindruck. Hier finden sich Informationspunkte zu verschiedenen, die Region darstellenden Themenfeldern. Eine Rampe ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Es gibt zwei Spielplätze – einen für Kinder bis fünf Jahre sowie einen für ältere. Die Stockschießbahn kann im Sommer wie auch Winter bespielt werden.
Auf der großen Veranstaltungsfläche im inneren Bereich des Parks können Konzerte und Events stattfinden. Zwischen Schwimmhalle und Rennsteighalle entsteht der für Badegäste als Wiese angelegte Außenbereich des Schwimmbads. Die Bushalte-Bucht wird im unteren Bereich errichtet. In einer Halle werden die Geräte des Hausmeisters und das Loipenspurgerät untergebracht.
Insgesamt soll die Anlage viel Grünfläche und auch viele Bäume enthalten. „Wir haben den Namen Frankenwald-Garten nicht umsonst gewählt“, betonte Löffler. Insgesamt rechnet man mit Kosten von 900 000 Euro. Ein großer Vorteil sei es, so der Bürgermeiser, dass man mit Andreas Vetter einen Fachmann direkt im Hause habe, der die Planung selbständig führen könne. Im Gremium herrschte breite Zustimmung. „Wir haben an Kosten, aber nicht an Attraktionen gespart“, so 3. Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD). Auf Anregung von 2. Bürgermeisterin Monika Barnickel (CSU) soll eventuell der im neuen Entwurf nicht mehr berücksichtigte Hochstand wieder mit aufgenommen werden. Eine Aufnahme wird in Abstimmung mit Andreas Vetter kostenmäßig und planerisch geprüft.

Nikolausstraße
Kontrovers diskutiert wurde die straßenverkehrsrechtliche Anordnung der Beschilderung in der Nikolausstraße in Hirschfeld. Dort war bis vor Kurzem das zuletzt arg verwitterte Verkehrszeichen „Verbot für Fahrzeuge aller Art“ mit dem Zusatz „Anlieger frei“ angebracht. Bei Verkehrsschauen in den Jahren 2010 bis 2013 wurde in beiden Fällen eine Entfernung der Beschilderung angeregt, da diese Kombination nahezu jedem eine Befahrung der Nikolausstraße erlaube und ein überörtlicher und vermehrter Durchgangsverkehr nicht festgestellt werden könne.
Der Gemeinderat hatte sich jedoch zweimal für die Beschilderung ausgesprochen, da die Strecke als Überholstrecke missbraucht werde. Diese Auffassung vertrat auch Markus Löffler (CSU) in der Stellungnahme der Pl Ludwigsstadt. Die Einführung einer Tempo-30-Zone als Alternative erachtete er als nicht zielführend. „Dies hat nur Auswirkung auf die Geschwindigkeit, aber nicht auf den Durchfahrtsverkehr“, monierte er.
Josef Herrmann (FW) und Stefanie Neubauer (CSU) sprachen sich aus Sicherheitsgründen für die frühere Beschilderung aus. „Ich bin gegen Anliegerstraßen“, verdeutlichte 2. Bürgermeisterin Monika Barnickel (CSU). Die Straßen seien mit öffentlichen Mitteln gebaut und sollten für die Öffentlichkeit zugehbar sein. In ihren Augen mache Tempo 30 Sinn und ein Smiley-Geschwindigkeitsmessgerät.
Jens Trebes (SPD) konnte sich eine Spielstraße vorstellen. Mit den bisherigen Schildern werde man den Durchgangsverkehr nicht verhindern können, meinte er.
Bei vier Gegenstimmen wurde die erneute Anbringung des Schildes „Verbot für Kraftfahrzeuge aller Art“ mit dem Zusatzschild „Anlieger frei“ beschlossen.

Zehn Prozent für Kirchen
Die Gemeinde trägt jeweils zehn Prozent der Altarrestaurationsmaßnahme in der katholischen Kirche St. Marien in Kehlbach und der Sanierungsmaßnahmen an der evangelischen Christuskirche in Steinbach. Hier lagen Anträge seitens der jeweiligen Kirchenstiftungen vor. Die Gesamtkosten für die zuwendungsfähige Altarrestaurationsmaßnahme in St. Marien belaufen sich auf voraussichtlich 18 090 Euro mit einem Gemeindezuschuss von maximal 1809 Euro. Für die Christuskirche war der vorliegende Antrag um die Schaffung eines weiteren barrierefreien Gebäudezugangs mit entsprechenden Umbaumaßnahmen erweitert worden. Die Kosten für die zuwendungsfähigen Sanierungsmaßnahmen belaufen sich nunmehr auf 145 700 Euro, der Gemeindezuschuss auf maximal 14 570 Euro.

„Absoluter Glücksfall“
Das Gremium beschloss im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern den Erwerb der seit länger nicht mehr genutzten und sich in einem überarbeitungsbedürftigen Zustand befindlichen Grundstücke Ziegelanger 14 und 16 in Windheim.
Die Gebäulichkeiten werden abgerissen und ein Bauplatz aus beiden Grundstücken gemacht. Gleichzeitig kann damit die Engstelle am Ziegelanger 16 beseitigt und die Lücke im Verlauf des Gehsteigs geschlossen werden. Die Verwaltung wurde mit der Planung, Förderantragstellung und Ausführung beauftragt.
Das Förderprogramm sei, so Bürgermeister Löffler, „ein absoluter Glücksfall“.

aus "Fränkischer Tag" vom 05.03.2018

Kategorien: Aktuelles